Stiftungsbrief November 2022

Themen dieser Ausgabe:

Grüßer Fußabdruck, daneben steht CO2.

Bewusstsein vorhanden – Umsetzung mangelhaft

Klimaschutz im Gesundheitswesen bisher wenig etabliert

Für die Transformation zu einem klimaneutralen Gesundheitswesen fehlt in Deutschland bislang eine Strategie. Das hat eine Repräsentativumfrage der Stiftung Gesundheit im Auftrag des Centre for Planetary Health Policy (CPHP) gezeigt. Die große Mehrheit der befragten Ärzt:innen und Führungskräfte (80-90 Prozent) ist sich über das Thema einer nachhaltigen medizinischen Einrichtung bewusst, doch es mangelt an der Umsetzung von Maßnahmen für Klimaschutz.

Dr.-Pro-Bono-Auszeichnung: Ärztin in Paraguay im Einsatz

Paraguay am Rande des Regenwaldes: In diesem Moment behandelt Dr. Annett Kleinschmidt mit ihren Teamkollegen ehrenamtlich Kinder mit schweren Brandverletzungen und Spaltenfehlbildungen im Gesicht. Für ihr ehrenamtliches Engagement erhält die berliner Chirurgin die Auszeichnung Dr. Pro Bono von uns. Welche Hindernisse den Start verzögert haben, erfahren Sie in dem Video.

Handy mit App.

DiGA: Akzeptanz der Ärzt:innen steigt, gleichzeitig bleiben Vorbehalte beim Datenschutz

Im Rahmen der Studie „Ärzte und Ärztinnen im Zukunftsmarkt Gesundheit 2022“ haben wir die Haltung gegenüber digitalen Gesundheitsanwendungen erfragt. Es zeigt sich: Gesteigert wird die Akzeptanz vor allem durch die klinische Evidenz und die Erkenntnis, dass sich Patientenwünsche und -bedarfe ändern. Für Ablehnung sorgen hingegen Datenschutzbedenken sowie die Kosten für die Verschreibung und Abrechnung.

Ärztin arbeitet am Laptop.

Publizistik-Preis 2023: Neue Fachjuror:innen

Für den Publizistik-Preis 2023 sind drei Stiftungs-Rät:innen der Stiftung Gesundheit neu in der Fachjury: Julia Rondot sichtet als Gründerin und Geschäftsführerin des medhochzwei Verlags die eingereichten Bücher. Als Co-Host des Podcasts Equalizer freut sich Marlis Jahnke auf die Podcast-Bewerbungen. Und Prof. Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer, TV-Moderator und Kolumnist ist gespannt auf die Multimedia-Einreichungen.

Buchcover.

Wie digitalisiert sind Praxen in Deutschland?

Ärzt:innen und Heilberufler:innen haben wir zum Stand der Digitalisierung in einer Studie befragt, die wir für den Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. durchgeführt haben. Die Ergebnisse sind in einem Beitrag im E-Health Monitor 2022 von McKinsey zusammengefasst, der am 22. November erscheint. Das Buch bildet anhand von rund 30 Indikatoren den digitalen Fortschritt des Gesundheitssystems ab.

Ärztin arbeitet am Laptop.

Praxis-Tipp: E-Mail-Sicherheit in Arztpraxen

Schadsoftware, Malware oder Ransomware: So nennt man unter anderem Computerprogramme, die per E-Mail auf einem PC oder Laptop großen Schaden anrichten oder zu einem Komplettausfall der Praxissoftware führen können. Wie man sich davor schützt, hat unsere IT-Abteilung in einem Praxis-Tipp zusammengefasst:

Sensibilisieren Sie ihr Team

  • Hat Ihr Praxispersonal ein grundlegendes Verständnis für die Gefahr, die von Computerviren ausgeht?
  • Gibt es Situationen, in denen ihre Mitarbeiter:innen unsicher sind, ob sie eine E-Mail öffnen sollten oder nicht?
  • Verdeutlichen Sie Ihrem Praxisteam, dass es keine beruflichen Konsequenzen zu befürchten hat, wenn es versehentlich einen Virus installiert. Verschweigen Mitarbeiter:innen einen Fehler aus Angst, kann das dazu führen, dass das gesamte System infiziert wird und das einen noch größeren Schaden verursacht.
  • Auch Profis können Fehler machen.

Technische Lösungen

  • In der IT-Welt gilt der Leitsatz: „Kein Backup, kein Mitleid“. Es kann jederzeit passieren, dass ein Computer kaputt geht oder eine Ransomware alle Dateien verschlüsselt und Sie keinen Zugriff mehr darauf haben. Dann hilft ein gespeicherter, älterer Stand des Systems, das Sie beispielsweise mit Hilfe einer externen Festplatte wiederherstellen. 
  • Updates: Halten Sie alle Systeme auf dem neuesten Stand. Die meisten Viren können ihre Wirkung nur durch Fehler im Betriebssystem entfalten. Regelmäßige Updates schließen diese Sicherheitslücken.

Hier sehen Sie ein Beispiel für die Merkmale einer sogenannten Phishing-Mail – also einer gefälschten E-Mail:

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