Stiftungs-Räte im Interview: Prof. Heinz Lohmann

Portraitfoto Heinz Lohmann.
Prof. Heinz Lohmann ist Mitglied im Stiftungs-Rat.

Herr Prof. Lohmann, in welcher Funktion sind Sie derzeit tätig?

Ich bin in der Gesundheitswirtschaft unternehmerisch tätig und zudem Geschäftsführer der Netzwerkagentur LOHMANN konzept.

Was beschäftigt Sie aktuell?

Wenn Menschen zusammenarbeiten, können sie mehr erreichen, als wenn sie allein unterwegs sind. Gleiches gilt für Unternehmen. Deshalb verknüpfen wir Akteure aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft als Systempartner miteinander. Dazu  nutzen wir alle Kanäle von Web-TV über Kongresse bis hin zu persönlichen Kontakten.

Gibt es dabei verbindende Themen?

Ganz oben auf unserer Agenda steht die Stärkung der Position des Patienten hin zum Co-Therapeuten. Dazu sind vor allem Transparenz und Kommunikation vonnöten. Strukturierte Behandlungsprozesse auf digitalen Workflows zur Realisierung von „Markenmedizin“ sind hierbei wichtige Instrumente.

Was macht die Gesundheitsbranche so besonders?

Gesundheit ist natürlich keine Ware, aber Medizin ist ein „Mordsgeschäft“. Deshalb ist die aktive Auseinandersetzung mit unternehmensethischen Fragen ein absolutes Muss für alle Beteiligten. Das gilt für Ärztinnen und Ärzte, Pflegende und die weiteren Therapeutinnen und Therapeuten, aber genauso für die Ökonominnen und Ökonomen sowie Technikerinnen und Techniker.

Warum engagieren Sie sich in der Stiftung Gesundheit?

Die Stiftung Gesundheit arbeitet seit vielen Jahren daran, die Patienten mit Informationen zu versorgen, die ihnen erweiterte Mitwirkungsmöglichkeiten eröffnen. Das ist ein zentraler Schlüssel für mehr Qualität bei den Gesundheitsangeboten. Da lohnt es sich, dabei zu sein.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Ein ganzes Leben auf einen Punk zu bringen, ist wohl unmöglich, aber mir gefällt: Mut zum Wandel.

Was Sie schon immer mal sagen wollten…

Ich sage die Dinge, die gesagt werden müssen, eigentlich immer direkt, wenn sie gesagt werden sollten. Aber es gibt natürlich Dinge, bei denen die Gelegenheiten, sie zu sagen, seltener sind. Deshalb möchte ich hier in Anlehnung an Loriot sagen: ein Leben ohne Kunst ist möglich, aber nicht sinnvoll.