Die Stimmung der Heilberufler ist im 1. Quartal 2026 um 0,8 Punkte gesunken und liegt nun bei einem Wert von -13,8.

Während sich die Einschätzung der aktuellen Lage um 5,1 Punkte verschlechterte, stieg die Erwartung für die kommenden sechs Monate um 3,0 Punkte an. 

Entwicklung der Stimmung in den Heilberufen

Im 1. Quartal ist die Stimmung in jeweils drei der Fachgruppen gestiegen bzw. gesunken.

Die Ergotherapeuten setzen ihren Aufwärtstrend fort: Zum vierten Mal in Folge verbesserte sich ihre Stimmung, dieses Mal um 2,7 Punkte auf einen Wert von 5,4. Damit liegen sie derzeit als einzige Gruppe im positiven Bereich.

Am stärksten verbessert hat sich die Stimmung der Hebammen, die um 10,6 Punkte anstieg und damit ihren besten Wert seit fast drei Jahren erreicht. Insgesamt liegen sie mit einem Stimmungswert von -30,0 auf dem vorletzten Rang.

Optimistischer als im Vorquartal zeigen sich auch die Apotheker: Nach den deutlichen Rückgängen in den vergangenen Monaten verbesserte sich ihre Stimmung um 7,2 Punkte. Insgesamt liegen sie mit einem Stimmungswert von -50,8 jedoch weiter auf dem letzten Platz.

Die wirtschaftliche Stimmung bei den Heilpraktikern hat sich leicht verschlechtert (-3,4 Punkte). Zum ersten Mal seit Beginn der Erhebung sinkt damit ihr Stimmungswert in den negativen Bereich (-3,1).

Bei den Physiotherapeuten ging die Stimmung um 4,8 Punkte zurück und liegt nun bei -10,1.

Den größten Rückgang verzeichneten in diesem Quartal die Logopäden: Ihre Stimmung sank um 6,1 Punkte auf einen Wert von -13,8.

Aktuelle Ereignisse beeinträchtigen die Arbeit der Heilberufler

Neu in den Top 3 der Negativ-Faktoren ist bei den Heilberuflern der Punkt „Auswirkungen aktueller Ereignisse“, der am zweithäufigsten genannt wurde:  43,0 Prozent der Heilberufler fühlten sich im 1. Quartal 2026 dadurch beeinträchtigt. Im Vorquartal waren es rund nur etwa ein Drittel gewesen.

Weiterhin an der Spitze der Liste stehen Entscheidungen und Regelungen der Politik und Selbstverwaltung, die dieses Mal von 64,1 Prozent der Heilberufler genannt wurden.

Auf Rang 3 folgt die eigene Arbeitszeit mit 42,0 Prozent, gefolgt von der Digitalisierung (40,6 Prozent) und der übrigen Praxis-Administration (38,8 Prozent).

Stimmung, Lage und Erwartung der Heilberufe im Zeitverlauf

Wirtschaftliche Lage und Erwartung in den Fachgruppen

Methodik

Erhebung: Repräsentative Erhebung mithilfe eines Online-Fragebogens

Erhebungszeitraum: 3.-15. März 2026

Sample: Für jede Berufsgruppe wurde eine repräsentative geschichtete Zufallsstichprobe angeschrieben. Für die aktuelle Befragung erhielten 10.000 nichtärztliche Heilberufler aus dem Strukturverzeichnis der Versorgung eine Einladung zur Befragung. Zusätzlich wurden 2.285 Heilberufler befragt, die sich zuvor zu einer regelmäßigen Teilnahme an der Befragung bereiterklärt hatten.

Rücklauf: 756 valide Fragebögen (Rücklaufquote 6,2 Prozent). Die Ergebnisse sind repräsentativ mit einem Konfidenzniveau von 99% (Konfidenzintervall < ± 5%).

Über das Stimmungsbarometer

Seit Anfang 2022 erhebt die Stiftung Gesundheit parallel zur wirtschaftlichen Stimmung der niedergelassenen Ärzte auch die wirtschaftliche Lage und Erwartung der Heilberufler. Das Stimmungsbarometer Heilberufe gibt differenziert Auskunft darüber, wie die sechs größten Gruppen der niedergelassenen Heilberufler in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen und welche Entwicklung sie in den kommenden sechs Monaten erwarten.

Die Stimmung der Heilberufler wird analog zum Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft des ifo Institutes (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.) erhoben: Aus den Antworten zur Einschätzung der aktuellen Lage und zur Erwartung werden zunächst Salden für Lage und Erwartung gebildet. Die einzelnen Gruppen werden dabei entsprechend ihres Anteils an der Grundgesamtheit gewichtet, um ein repräsentatives Stimmungsbild zu erhalten. Der Wert für die Stimmung der Heilberufler entspricht dem Mittelwert der Salden für die aktuelle Lage und die Erwartung. Mehr Details finden Sie auf unserer Seite Methodik und Berechnung.