Nominierte Beiträge 2026

Die Fachjury hat in diesem Jahr über 270 Einsendungen gesichtet. Die folgenden hervorragenden 24 Beiträge sind für den Publizistik-Preis 2026 nominiert (in alphabetischer Reihenfolge). Daraus wählt die Expertenjury die Gewinnerbeiträge.

Medium
DIE ZEIT

Autor
Paul Weinheimer

Kategorie
Online-Artikel

Abstract
Nach einer überstandenen Krebserkrankung erhält Nadine Mania ein Silikonimplantat, der vermeintliche Abschluss ihres Leidenswegs. Doch bald entwickelt sie massive körperliche Beschwerden: Muskelschwäche, Erschöpfung, Herzprobleme, Ausschlag und Konzentrationsstörungen. Ärzte finden keine Ursache, bis sie auf den Begriff Breast Implant Illness stößt, eine umstrittene Erkrankung, bei der das Immunsystem auf Silikon reagiert. Während Behörden die Existenz des Phänomens noch prüfen, berichten viele Betroffene von Besserung nach der Entfernung ihrer Implantate. Auch Mania lässt sich 2023 operieren und gewinnt ihre Lebensqualität zurück. Ihre Geschichte zeigt, wie schmal die Grenze zwischen medizinischem Fortschritt und Risiko sein kann und wie wichtig ehrliche Aufklärung über mögliche Folgen ästhetischer Eingriffe ist.

Medium
Perspective Daily

Autor
Lena Bäunker

Kategorie
Online-Artikel

Abstract
In dieser Ich-Reportage beschreibe ich, wie ein wenig bekanntes Krankheitsbild meinen Alltag jeden Monat verändert. Ohne äußeren Anlass werde ich plötzlich gereizt, traurig, unsicher, bis mit meiner Menstruation wieder Ruhe einkehrt. Mehrere Arzttermine brachten keine Klarheit, erst ein Zyklustagebuch führte zur Diagnose: PMDS, eine schwere Form prämenstrueller Beschwerden, die Betroffene so stark belasten kann, dass manche suizidal werden – und die dennoch oft unerkannt bleibt.

Medium
WDR

Autor
Jana Magdanz

Kategorie
Radio

Abstract
Manchmal reicht ein schlimmes Erlebnis, um sich tief in die Erinnerung einzugraben und das Leben zu behindern. Cleo hat das erlebt, als sie nach einem Besuch in einem Restaurant die ganz Nacht hindurch brechen musste. Eigentlich ist das nichts Schlimmes. Es ist bald wieder vorbei. Bei Cleo hat diese Erfahrung aber eine anhaltende Angst vor vielen Lebensmitteln bewirkt. Sie hatte panische Angst, sich wieder übergeben zu müssen. Die Mahlzeiten sind zu einem Schreckgespenst für die ganze Familie geworden. Die Eltern wussten sich irgendwann keinen Rat mehr und sind mit Cleo zu einer Kinderpsychotherapeutin gegangen. In kleinen Schritten hat Cleo über den Zeitraum von vielen Monaten wieder aus ihrer Angst herausgefunden. Das hat über Gespräche funktioniert, aber auch über kleine Gehversuche, bis Cleo irgendwann wieder in einem Restaurant essen konnte. Ihr Wunsch war es, anderen Kindern von ihrem Erlebnis zu erzählen und ihnen das Gefühl zu geben, dass man Ängste überwinden kann. Deshalb ist vor allem die Achtjährige selbst zu hören, außerdem ihre Kindertherapeutin.

Medium
DVA

Autor
Michael de Ridder

Kategorie
Buch

Abstract
In seinem neuen Buch vermittelt der Arzt Michael de Ridder dem Patienten Wissen und Wege, wie man die eigene Gesundheit selbst in die Hand nehmen und selbstbestimmt Entscheidungen treffen kann, ohne dabei gesundheitliche Risiken einzugehen oder hohe Kosten zu tragen. Er erläutert unter anderem:

    • welche Rechte uns als Patienten zustehen,
      was es mit der Patientensicherheit auf sich hat
    • was einen guten Arzt ausmacht und woran man ihn erkennt,
    • wie wir gegen Behandlungsfehler und ärztliches Fehlverhalten vorgehen können,
    • welche alternativen Heilmethoden helfen,
    • wie wir es durch Prävention schaffen, von Krankheiten verschont zu bleiben,
    • und was wir im Alltag für unsere Gesunderhaltung tun können.

Ein kluger Kompass für das Gesundheitssystem – und ein Leitfaden, die eigene Gesundheitskompetenz und damit auch die eigene Gesundheit zu stärken.

Medium
Hirzel Verlag

Autor
Prof. Dr. med. Mark Dominik Alscher, Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis, Prof. Dr. Boris Augurzky

Kategorie
Buch

Abstract

Mit ihrem Buch „Die Gesundheit der Zukunft. Wie wir das System wieder fit machen“ leisten die Autoren einen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitswesens.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, Fachkräftemangels und steigender Versorgungsbedarfe bieten sie eine fundierte Analyse und zugleich konkrete, umsetzbare Strategien für die nachhaltige Transformation des Systems.

Das Werk zeichnet sich durch hohen analytischen Anspruch, strategischen Weitblick und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für die gesellschaftliche Relevanz von Gesundheitsversorgung aus. Mit einem klaren Zielbild und einem kohärenten Maßnahmenpaket skizzieren die Autoren den notwendigen Reformpfad, um Qualität, Effizienz und Versorgungssicherheit langfristig zu sichern.

Hervorzuheben ist, dass das Buch komplexe Zusammenhänge des Gesundheitssystems der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht und somit das Bewusstsein für Reformbedarf über Fachkreise hinaus stärkt und den gesellschaftlichen Diskurs über die Zukunft der Versorgung fördert.

Medium
GEO

Autor
Katharina von Ruschkowski

Kategorie
Zeitschrift

Abstract
Die meisten von uns wollen es, den wenigsten gelingt es: dem Tod zu Hause begegnen, in vertrauter Umgebung. GEO-Autorin Katharina von Ruschkowski ergründet, wie besseres Sterben gelingen kann. Das Thema drängt: Immer mehr Menschen werden sehr alt, oft mit vielen Gebrechen. Schon 2030 wird ein gutes Viertel der Bevölkerung in Deutschland über 65 Jahre alt sein. Zugleich stößt die „maximale Medizin“, auf die unser Gesundheitssystem zu Recht stolz ist, an Grenzen. Nicht an die ihrer Möglichkeiten, eher an moralische. Intensivmedizinerinnen und Notärzte können verdammt viel. Und: Manch zweifelhafte Lebenserhaltung lohnt sich für die Kliniken ökonomisch. Doch die Frage, wie ein Leben würdig endet, wollen und dürfen Ärzte nicht entscheiden. Die muss jede und jeder selbst beantworten. Nicht allein, doch für sich.

Medium
SWR

Autor
Patrick Batarilo

Kategorie
Radio

Abstract
Sterben und Tod sind in unserer Gesellschaft auch heute noch ein Tabu. Als die Mutter des Autors beschließt, sich in einem Hospiz zu engagieren, überfällt ihn ein diffuses Gefühl von Beklommenheit. Um sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen, aber auch um besser zu verstehen, was Tod und Sterben konkret für uns bedeuten, spricht der Autor mit seiner Mutter und anderen Sterbebegleitern über ihre Erfahrungen. Und er trifft Menschen, die wissen, dass sie bald sterben werden. Bis eines Tages die Mutter selbst schwer erkrankt – und eine völlig neue, sehr persönliche Reise beginnt.

Medium
Audible

Autor
Lena von Holt, Nora Voit

Kategorie
Podcast

Abstract
Im Herbst 2019 berichten mehrere Medien über schwere Vorwürfe gegen den Schönheitschirurgen Dr. V. Die Anschuldigungen sind heftig. Die Geschichte von Dr. V. könnte eine Geschichte sein über einen aufstrebenden jungen Arzt, der irgendwann die Bodenhaftung verliert und dabei viel Leid in Kauf nimmt. Aber so einfach ist es nicht. Es gab Warnzeichen. Es gab Trittbrettfahrer, die all das erst möglich gemacht haben. Und es gab Versuche, ihn zu stoppen. In diesem Podcast erzählen wir von einer Welt der großen Versprechen. Es geht um eine besondere Industrie, die Helfende zu Verkäufern macht und Körper zum Produkt, um eine Gesellschaft, die uns einredet, die schönste Version unserer selbst sein zu müssen. Es geht um die Frage, wem das Ganze eigentlich nützt. Und wer am Ende die Verantwortung trägt, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen.

Medium
SZ Magazin

Autor
Vivian Pasquet

Kategorie
Zeitung

Abstract
Der Text „Eine für alle“ von Vivian Pasquet porträtiert die Berliner Frauenärztin Blanka Kothé, die sich auf späte Schwangerschaftsabbrüche nach der 14. Woche spezialisiert hat. In Deutschland ist sie eine der wenigen, die Frauen bis zur 26. Woche die Wahl zwischen einer Totgeburt und einer Operation lässt. Während das System oft die stille Geburt erzwingt, kämpft Kothé für medizinische Standards und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen.

Der Artikel beleuchtet die enormen Hürden: Späte Abbrüche sind strafrechtlich geregelt und nur bei Gefahr für die Gesundheit der Mutter legal. Kothé kritisiert den „medizinischen Wildwuchs“ und den Mangel an Ausbildung. Trotz bürokratischer Widerstände – etwa bei der Beschaffung der Abbruchpille Mifegyne – gibt sie ihr Wissen an junge Ärztinnen weiter. Ihr Ziel ist eine würdevolle Versorgung in Extremsituationen, getragen von wissenschaftlicher Evidenz statt moralischem Urteil.

Medium
arte

Autor
Ursula Duplantier

Kategorie
Fernsehen

Abstract
Was, wenn sich der eigene Körper anfühlt wie ein Schlachtfeld? Wenn Regelschmerzen so stark sind, dass Alltag, Beziehung und Beruf darunter zerbrechen – und niemand glaubt einem? Die Dokumentation gibt den über 200 Millionen Betroffenen dieser Krankheit eine Stimme. Mit privaten Einblicken in das Leben von Frauen wie Amandine, Yasmine und Maria erzählt der Film von jahrelangen Odysseen durch Arztpraxen – und von einem Gesundheitssystem, das lange weggeschaut hat. Denn starke Menstruationsschmerzen werden bis heute häufig als normal abgetan. So vergehen bis zur Diagnose von Endometriose immer noch sieben bis zehn Jahre. Dabei reichen die Symptome von starken Unterleibsschmerzen bis hin zu Unfruchtbarkeit. Warum werden Regelschmerzen noch immer häufig verharmlost? Zugleich werden betroffene Frauen in ihrem Alltag, bei Untersuchungen, Operationen und Aufklärungskampagnen begleitet und neue Perspektiven in der Wissenschaft aufgezeigt.

Medium
WDR

Autor
Mirjam von Jarzebowski

Kategorie
Multimedia

Abstract
Die Maus und die WDR Musikvermittlung machen sich für Erste Hilfe stark – dafür, dass mehr Menschen in Deutschland Erste Hilfe leisten können: groß, klein, jung und alt.

Neben Radiobeiträgen, Sachgeschichten in der Sendung mit der Maus und Schulkonzerten rund ums Thema Erste Hilfe wurde in einem Zeitraum von 6 Wochen aufgerufen, bei der großen digitalen Mitmachaktion „Erste Hilfe mit der Maus – Mitmachen und Leben retten!“ mit dabei zu sein und ein eigenes Video einzusenden, auf dem zu sehen und zu hören ist, wie die Erste Hilfe Maßnahmen gesungen und geübt werden.

Es wurden extra zwei neue Maus-Songs komponiert, die dazu beitragen sollen, dass Kinder im Grundschulalter Merkhilfen bekommen, wie sie Erste Hilfe leisten können. Die Lieder erklären im Liedtext nicht nur, wie man die lebensrettende Herzdruckmassage und Stabile Seitenlage durchführt, sondern helfen durch das Singen den Kindern, den Mut aufzubringen, im Notfall einzugreifen. Musik macht stark – sie ermutigt, erklärt und kann Leben retten! Je mehr sich die Erste Hilfe Maus-Songs verbreiten, desto mehr Menschen kann in Not geholfen werden – und das nicht nur von Erwachsenen, sondern auch von Kindern!

Medium
GU Verlag

Autor
Julia Seiderer-Nack

Kategorie
Buch

Abstract
Lange Zeit kannte die Medizin nur einen Standardpatienten – den Mann. In den letzten 10 Jahren wurde durch die Weiterentwicklung der Gendermedizin jedoch deutlich, dass Frauen und Männer unterschiedlich krank sind – mit erheblichen Folgen für die Gesundheit von Frauen.

In dem Buch „Frauen haben anders Darm“ wird eine solche geschlechtsspezifische Medizin erstmals für das Thema Darmgesundheit für Patientinnen zugänglich gemacht. Mehr als 70 % aller Reizdarmpatienten weltweit sind weiblich und mit einer hohen Schmerzbelastung und Einbuße von Lebensqualität konfrontiert. Bis heute wird ein weibliches Reizdarmsyndrom gerne mit dem stereotypen Verweis auf Stress und psychische Belastung erklärt – ohne geschlechtsspezifische Unterschiede in Immunologie, Mikrobiom, Darmmotilität und Schmerzverarbeitung in den Fokus zu nehmen. Dabei gibt es hier deutliche Unterschiede: Frauen zeigen eine intensive immunologische Abwehrreaktion im Darm, eine andere Zusammensetzung des Darmmikrobioms mit Auswirkungen auf den Stoffwechsel und unterliegen insbesondere einem hormonellen Zyklus, der nicht nur die Transportgeschwindigkeit, sondern auch die Schmerzwahrnehmung deutlich beeinflussen kann. Und: mehr als 20 % aller Patientinnen mit den gynäkologischen Erkrankungen Endometriose und PCOS haben gleichzeitig die Diagnose Reizdarm – und vermutlich auch Veränderungen im Darmmikrobiom, die ihre hormonellen Störungen verstärken können.

Ergänzend zu den in verständlicher Sprache ausgeführten neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen enthält der Ratgeber viele hilfreiche Rezepte, Ernährungstips und Phyto-Hacks zur Selbsthilfe.

Medium
MDR

Autor
Katrin Simonsen

Kategorie
Podcast

Abstract

Der Podcast „Hormongesteuert“ hat das Tabuthema Wechseljahre aus der Nische geholt. Host Katrin Simonsen und Dr. Katrin Schaudig statten Frauen mit Wissen aus und helfen ihnen in dieser oft schwierigen Lebensphase. Als Präsidentin der Deutschen Menopause Gesellschaft ist Katrin Schaudig Expertin auf dem Gebiet und kann komplizierte Zusammenhänge der Hormonumstellung einfach erklären.

In der dieser Folge geht es um ADS bzw. ADHS. Zu Gast ist die Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz, einer Expertin für ADHS bei erwachsenen Frauen. Sie spricht u.a. darüber, welche Herausforderungen es in den Wechseljahren gibt und ob Hormone helfen.

Medium
GEO

Autor
Jannik Jürgens

Kategorie
Online-Artikel

Abstract
Monika Kelle litt jahrelang unter schweren, wiederkehrenden Depressionen. Keine der etablierten Therapien – weder Antidepressiva noch Psychotherapie oder Elektrokrampftherapie – konnte ihr helfen. Zehn Jahre lang kämpfte die Kinderärztin mit Suizidgedanken. Dann entschied sie sich 2018 für einen radikalen Schritt: eine experimentelle Behandlung mit Tiefer Hirnstimulation.

Die Psychiater Thomas Schläpfer und Neurochirurg Volker Coenen vom Universitätsklinikum Freiburg implantierten der damals 54-Jährigen eine hauchdünne Elektrode ins Gehirn – präzise ins mediale Vorderhirnbündel. Über einen Impulsgeber unter der Haut wird diese Elektrode mit schwachem Strom versorgt und stimuliert gezielt neuronale Schaltkreise, die bei Depressiven nicht richtig funktionieren.

Die Forscher behandeln in ihrer Studie 47 schwer depressive Patienten. Vorstudien zeigten: Bei 75 Prozent verbesserten sich die Symptome deutlich. Auch Kelle spürte nach Aktivierung des Stimulators eine dramatische Verbesserung. „Da ist wieder Blau am Himmel“, sagt sie. Heute nimmt sie keine Antidepressiva mehr, malt farbenfrohe Bilder und hat sich von ihrem Mann getrennt.

Die Tiefe Hirnstimulation könnte die Psychiatrie revolutionieren – wenn sich die Erfolge in der laufenden Studie bis Ende 2025 bestätigen.

Medium
Deutschlandfunk

Autor
Dorothea Brummerloh

Kategorie
Hörfunk

Abstract
Roboter helfen in der Notaufnahme, KI kann Befunde schneller auswerten, Ärzte bei der Dokumentation entlasten. Aber sind Kliniken und Ärzte ausreichend auf den Einsatz von KI vorbereitet und kann sie die Versorgung der Patienten wirklich verbessern?

Medium
Arte

Autor
Renate Werner

Kategorie
Fernsehen

Abstract

Der Leidensdruck von Kindern und Jugendlichen, die sich im falschen Geschlecht empfinden ist groß, sie kann bis zum Suizid führen. Der Wunsch nach einer Geschlechtsangleichung kann heute erfüllt werden, doch die Eingriffe haben Nebenwirkungen. Darum sollten sich Kinder und Eltern vor einem medizinischen Eingriff sicher sein: Bleibt die Transidentität?

Autorin Renate Werner begleitet drei Familien bei ihren schwierigen Entscheidungen. Behutsam nähert sie sich den Jugendlichen und macht ihre Beweggründe nachvollziehbar. Der Film zeigt die Suche nach Antworten. Mit Expertinnen und Experten spricht die Autorin über die noch junge Transforschung und darüber, was die Wissenschaft über Transidentität weiß.

Medium
WDR

Autor
Eva Schultes

Kategorie
Video

Abstract
Olafs Herz hört einfach auf zu schlagen, als er mit dem Rennrad unterwegs ist und stürzt. Der Grund Herzstillstand. Sofort wird ein Notruf abgesetzt und Ersthelfer beginnen mit der Reanimation.

Bei einem plötzlichen Herztod besteht die Gefahr, dass kein Sauerstoff in den Körper und das Gehirn gelangt und Hirnschäden zurück bleiben – nach 8 Minuten droht der Hirntod. Dem Rettungsdienst gelingt es Olafs Herz mithilfe eines Defibrillators wieder zum Schlagen zu bringen.

Künstliches Koma, Beatmung, Intensivstation, Herzkatheter-Untersuchung. Es bleibt die bange Frage: hat Olaf Schäden davon getragen ?

In dieser Folge zeigt Quarks Doku wie es zum plötzlichen Herzstillstand kommt, warum meistens Kammerflimmern vorausgeht und erklärt, welche Erfolgsaussichten eine Reanimation hat.

Olaf hat durch eine Reihe von Zufällen den Herztod überlebt. Seine Geschichte und wie sich sein Leben danach verändert hat, hier bei Quarks Doku.

Medium
Stern

Autor
Jan Rübel, Sascha Montag

Kategorie
Zeitschrift

Abstract
Die „stern“ erschienene Reportage „Sein zweites Leben“ zeichnet das Umfeld der Entwicklungstraumastörung (ETS) von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter nach und wirft ein Schlaglicht auf das Großwerden in Pflegefamilien sowie in Hilfseinrichtungen.

Die Geschichte erzählt das Leben von Tristan*, der als Kind in Obhut genommen wurde und dann überwiegend in Einrichtungen aufwuchs. Die in seiner Herkunftsfamilie erlebten Traumata wurden seitdem zwar von einigen erkannt, aber nie behandelt; ab dem Teenageralter wurde er unter massiven Einsatz von Neuroleptika gestellt. Unsere Recherche vergleicht sein Coming-of-Age mit dem seines jüngeren Bruders, der in einer Pflegefamilie lebte, welche ihm so viel Hilfe wie ihr möglich angedeihen ließ. Entsprechend unterschiedlich gestaltete sich die Entwicklung der beiden Brüder, deren Wege sich später wieder kreuzten – formell, als der Pflegevater des jüngeren Bruders die gesetzliche Betreuung Tristans übernahm und eine Wende einleitete: Zu allem, was Leben in seiner Selbstbestimmung und Zufriedenheit ausmacht, gab es bei Tristan, er ist jetzt 30, eine enorme Entwicklung zum Positiven.

Die Recherche beschreibt, wie wichtig das genaue Hingucken bei ETS ist – was in Deutschland im internationalen Vergleich noch einen gewissen Nachholbedarf hat. Und sie unterstreicht die Bedeutung von Beziehungsarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe.

Die „stern“ erschienene Reportage „Sein zweites Leben“ zeichnet das Umfeld der Entwicklungstraumastörung (ETS) von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter nach und wirft ein Schlaglicht auf das Großwerden in Pflegefamilien sowie in Hilfseinrichtungen.

Die Geschichte erzählt das Leben von Tristan*, der als Kind in Obhut genommen wurde und dann überwiegend in Einrichtungen aufwuchs. Die in seiner Herkunftsfamilie erlebten Traumata wurden seitdem zwar von einigen erkannt, aber nie behandelt; ab dem Teenageralter wurde er unter massiven Einsatz von Neuroleptika gestellt. Unsere Recherche vergleicht sein Coming-of-Age mit dem seines jüngeren Bruders, der in einer Pflegefamilie lebte, welche ihm so viel Hilfe wie ihr möglich angedeihen ließ. Entsprechend unterschiedlich gestaltete sich die Entwicklung der beiden Brüder, deren Wege sich später wieder kreuzten – formell, als der Pflegevater des jüngeren Bruders die gesetzliche Betreuung Tristans übernahm und eine Wende einleitete: Zu allem, was Leben in seiner Selbstbestimmung und Zufriedenheit ausmacht, gab es bei Tristan, er ist jetzt 30, eine enorme Entwicklung zum Positiven.

Die Recherche beschreibt, wie wichtig das genaue Hingucken bei ETS ist – was in Deutschland im internationalen Vergleich noch einen gewissen Nachholbedarf hat. Und sie unterstreicht die Bedeutung von Beziehungsarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe.

Medium
ARD / WDR

Autor
Fatma Schulz

Kategorie
Podcast

Abstract
Was ist Schlaf? Was tun bei Schlafstörungen? Was passiert, während wir schlafen? Schauspieler Jan Josef Liefers und Prof. Dr. Ingo Fietze vom interdisziplinären Schlafzentrum der Berliner Charité sprechen jede Woche über ihr Lieblingsthema – und beantworten Fragen und Kommentare der Community. Neben Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung tauchen auch immer wieder Anekdoten aus dem rastlosen Leben des Künstlers und aus dem Schlaflabor des Professors auf.

Medium
3sat

Autor
Frédérique Veith

Kategorie
Fernsehen

Abstract
Warum nehmen manche Menschen trotz gesunder Ernährung zu, während andere mühelos schlank bleiben? Kalorien zählen und Bewegung helfen nur bedingt. Neue Forschung zeigt: Der Stoffwechsel wird vom Gehirn gesteuert, von Hormonen beeinflusst und auch vom Fettgewebe aktiv mitbestimmt. Übergewicht bedeutet nicht automatisch einen trägen Stoffwechsel – manche Menschen haben einen besonders sparsamen Energiehaushalt. Forschende wie Tim Hollstein untersuchen, warum Körper Energie unterschiedlich verbrennen, etwa durch aktives braunes Fett. Stoffwechselkammern ermöglichen individuelle Vergleiche. Für Diabetologe Stephan Martin spielen Kohlenhydrate und Insulin eine Schlüsselrolle. Auch das Gehirn ist entscheidend: Studien zeigen, dass ungesunde Ernährung die Insulinsensibilität dort früh beeinträchtigt. Übergewicht beginnt im Kopf.

Medium
BR

Autor
Markus Hensel

Kategorie
Video

Abstract
Wer eine Therapie braucht, muss sich häufig auf lange Wartezeiten einstellen. Viele junge Menschen wenden sich deshalb bei psychischen Problemen an KI-Tools wie ChatGPT. Die Hemmschwelle ist niedrig, die KI jederzeit verfügbar.

Die PULS Reportage greift diese Entwicklung auf und macht den Selbstversuch: Reporterin Leah Nlemibe ersetzt ihre beste Freundin drei Tage lang durch eine KI, Reporter Kevin Ebert testet ChatGPT als möglichen Therapieersatz.

Begleitet wird das Experiment von einer Psychotherapeutin und einem KI-Forscher, die Chancen, Grenzen und Risiken fachlich einordnen. Fällt es Leah und Kevin möglicherweise leichter, sich einer KI zu öffnen als einem echten Menschen? Wo liegen die Unterschiede zu einer Therapie bei einem menschlichen Therapeuten? Und was geschieht mit den sensiblen Informationen, die Nutzer ChatGPT anvertrauen?

Ziel ist eine differenzierte, niedrigschwellige Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen Thema. Der Film informiert auf Augenhöhe, ohne zu verurteilen und bietet Orientierung in einem bislang kaum regulierten Feld.

Medium
GEOlino Extra

Autor
David Krenz

Kategorie
Zeitschrift

Abstract
Die Reportage handelt von der zwölfjährigen Vima, die bei den World Transplant Games Medaillen gewinnt – und deren größter Sieg abseits des Stadions stattfand. Zwei Jahre zuvor versagte ihre Leber plötzlich, Vima schwebte in Lebensgefahr. Anhand ihrer konkreten dramatischen Geschichte macht der Text für die GEOlino-Leserschaft (9-13 Jahre) begreiflich, was Organspenden sind, in welchen Fällen sie lebensnotwendig werden und wie eine Transplantation medizinisch abläuft. Szenische Passagen aus Klinik und Stadion habe ich um Vimas heutige Sicht auf die Vorgänge und zusätzlich durch Infokästen ergänzt, die kindgerecht die Funktion der Leber erklären und auf den Mangel an Spenderorganen aufmerksam machen. Die Reportage verbindet persönliche Nähe mit Wissensvermittlung – und unterstreicht, wie lebenswichtig die Bereitschaft zur Organspende ist.

Medium
WDR

Autor
Lara Schwenner

Kategorie
Video

Abstract
In diesem Video gehen wir der großen Vitamin D-Verwirrung wissenschaftlich auf den Grund. Wir schauen, was Studien wirklich zeigen: Wer profitiert von Supplementen und wann bringen Tropfen und Tabletten gar nichts? Ob „alle in Deutschland einen Mangel haben“ oder „Vitamin D reine Geldverschwendung ist“ lässt sich tatsächlich nicht so leicht beantworten. Wir zeigen, was die Forschung zu Versorgung und Grenzwerten von Vitamin D wirklich sagt und wie etwa der Hauttyp, die Jahreszeit, der Tagesablauf und weitere gesundheitliche Faktoren Werte beeinflussen. Spannend: Viele Menschen sind im Winter unterversorgt, aber nicht alle haben einen echten Mangel. Manche füllen ihre Speicher im Sommer problemlos auf, andere nicht. Heißt das: alle testen, alle supplementieren? So einfach ist es (wie immer) nicht. Wir sprechen über Mythen wie „viel hilft viel“, über Risiken der Überdosierung, warum Grenzwerte so umstritten sind, und wieso ein einzelner Blutwert (25-OH-D) ohne Kontext wenig aussagt. Am Ende bleibt die Frage: Was bedeutet „optimal versorgt“ und brauchst du persönlich Vitamin D?

Medium
DIE ZEIT

Autor
Jakob Simmank

Kategorie
Zeitung

Abstract
Die Krise der psychischen Gesundheit ist allgegenwärtig. Vor allem junge Menschen sind betroffen. Als Ursachen werden verschiedene Dinge diskutiert, die schlechte wirtschaftliche Lage, der Klimawandel und die Nachwirkungen der Pandemie. Immer intensiver erforschen Wissenschaftler aber auch den Einfluss des On- und Offline-Diskurses auf das psychische Empfinden, mögliche Nebenwirkungen von Awareness und Präventionsprogrammen und die Ausweitung psychiatrischer Diagnosen. Das vorliegende Dossier ordnet und führt Evidenz zusammen und entwickelt die These, dass eine übermäßige Beschäftigung mit psychischem Leid, wie sie in Ratgebern, Medien und auf Social Media passiert, unerwartete Probleme verursacht.

Der Text speist sich aus einer Recherche, die über fast ein Jahr andauerte, aus Dutzenden Gesprächen mit Forschern, Therapeuten und NGOs, sowie einer intensiven Literatur- und Social Media-Recherche.

Save the Date

Die Preisverleihung des Publizistik-Preises findet in diesem Jahr auf der expopharm statt, Europas größter Fachmesse für den Apothekenmarkt mit ca. 27.000 Besuchern. Sie ist vom 15. bis 17. September 2026 in München.

Ein konkreter Termin steht noch nicht fest – wir kommunizieren ihn dann entsprechend. Auf unserer Übersichtsseite finden Sie weitere Infos rund um den Publizistik-Preis.