Die Stimmung der Heilberufler ist im 2. Quartal 2025 um 6,1 Punkte gestiegen. Mit einem Wert von -5,0 erreicht sie aktuell den zweithöchsten Wert seit dem 1. Quartal 2022.
Vor allem die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage verbesserte sich deutlich (plus 8,3 Punkte). Aber auch die Erwartung für die kommenden sechs Monate stieg um 4,2 Punkte an.
Im 2. Quartal 20205 entwickelte sich die Stimmung in sämtlichen Fachgruppen positiv:
Die stärkste Verbesserung zeigt sich bei den Apothekern: Mit einem zweistelligen Plus von 17,8 Punkten liegen sie nun bei einem Stimmungswert von -30,0. Das ist ihr zweitbester Wert seit dem Start der Messungen Anfang 2022.
Ebenfalls ein zweistelliges Plus verzeichnen die Logopäden (plus 12,8 Punkte). Mit einem Stimmungswert von 1,1 liegen sie nun zum ersten Mal im positiven Bereich.
Die Ergotherapeuten, die in den vergangenen zwei Quartalen Einbußen hinnehmen mussten, können sich dieses Mal über eine deutliche Verbesserung um 8,7 Punkte freuen und liegen nun mit einem Stimmungswert von -3,7 nur noch knapp im negativen Bereich.
Die Stimmung der Physiotherapeuten verbesserte sich um 3,9 Punkte und liegt nun mit einem Wert von -2,5 knapp vor den Ergotherapeuten.
Auch bei den Hebammen entwickelte sich die Stimmung positiv (plus 3,5 Punkte). Dennoch rutschen sie durch die stärkeren Verbesserungen anderer Gruppen auf den letzten Platz der Fachgruppen ab.
Bei den Heilpraktikern fiel die Verbesserung mit einem Plus von 3,4 Punkten am geringsten aus. Nichtsdestotrotz sind sie weiterhin die Gruppe mit dem insgesamt höchsten Stimmungswert (9,6).
Als größten Störfaktor nannten die Heilberufler auch in diesem Quartal politische Entscheidungen und Vorgaben „von oben“ (59,8 Prozent). Die eigene Arbeitszeit belastet 40,8 Prozent der Heilberufler, gefolgt von der Digitalisierung sowie Patienten und deren Angehörigen (jeweils 38,6 Prozent).
Die Auswirkungen aktueller Ereignisse, die im vergangenen Quartal mit mehr als 40 Prozent auf dem zweiten Platz lagen, finden sich nun nur noch mit 29,1 Prozent auf dem letzten Rang der Tabelle.
Erhebung: Repräsentative Erhebung mithilfe eines Online-Fragebogens
Erhebungszeitraum: 05.–15. Juni 2025
Sample: Für jede Berufsgruppe wurde eine repräsentative geschichtete Zufallsstichprobe angeschrieben. Für die aktuelle Befragung erhielten 10.000 nichtärztliche Heilberufler aus dem Strukturverzeichnis der Versorgung eine Einladung zur Befragung. Zusätzlich wurden 1.980 Heilberufler befragt, die sich zuvor zu einer regelmäßigen Teilnahme an der Befragung bereiterklärt hatten.
Rücklauf: 464 valide Fragebögen (Rücklaufquote 3,9 Prozent). Die Ergebnisse sind repräsentativ mit einem Konfidenzniveau von 95 % (Konfidenzintervall < ± 5 %).
Seit Anfang 2022 erhebt die Stiftung Gesundheit parallel zur wirtschaftlichen Stimmung der niedergelassenen Ärzte auch die wirtschaftliche Lage und Erwartung der Heilberufler. Das Stimmungsbarometer Heilberufe gibt differenziert Auskunft darüber, wie die sechs größten Gruppen der niedergelassenen Heilberufler in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen und welche Entwicklung sie in den kommenden sechs Monaten erwarten.
Die Stimmung der Heilberufler wird analog zum Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft des ifo Institutes (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.) erhoben: Aus den Antworten zur Einschätzung der aktuellen Lage und zur Erwartung werden zunächst Salden für Lage und Erwartung gebildet. Die einzelnen Gruppen werden dabei entsprechend ihres Anteils an der Grundgesamtheit gewichtet, um ein repräsentatives Stimmungsbild zu erhalten. Der Wert für die Stimmung der Heilberufler entspricht dem Mittelwert der Salden für die aktuelle Lage und die Erwartung. Mehr Details finden Sie auf unserer Seite Methodik und Berechnung.