Hamburg, 19.12.2025 – Die wirtschaftliche Stimmung unter den Heilberuflern hat sich im 4. Quartal 2025 weiter eingetrübt. Das Stimmungsbarometer ist gegenüber dem Vorquartal um 2,5 Punkte auf einen Wert von -13,0 zurückgegangen. Die pessimistische Erwartung für die kommenden sechs Monate ist der Treiber für den Rückgang: Sie ist um 6,0 Punkte gesunken. Die Einschätzung der aktuellen Lage hat sich dagegen um 1,5 Punkte verbessert.
In den heilberuflichen Fachgruppen zeigt sich ein differenziertes Bild. Am deutlichsten verbesserte sich erneut die Stimmung bei den Ergotherapeuten: Sie legte um 5,5 Punkte zu und ist nun erstmals seit Beginn der Erhebung die Gruppe mit der insgesamt positivsten Stimmung. Auch bei den Logopäden und Physiotherapeuten zog die Stimmung an. Dagegen ging sie bei den Hebammen und Heilpraktikern zurück – besonders stark verschlechterte sie sich bei den Apothekern.
Zudem haben im 4. Quartal die belastenden Faktoren im Vergleich zum Vorquartal wieder zugenommen: 64,0 Prozent der Heilberufler fühlen sich durch politische Entscheidungen, gesetzliche Regelungen und Vorgaben der Selbstverwaltung negativ beeinträchtigt. 43,2 Prozent empfinden die Digitalisierung als störend, 42,3 Prozent nennen die eigene Arbeitszeit als zentrale Belastung.
Das Stimmungsbarometer gibt differenziert Auskunft darüber, wie die Heilberufler und Apotheker in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen und welche Entwicklung sie in den kommenden sechs Monaten erwarten. An der repräsentativen Erhebung im 4. Quartal 2025 nahmen 491 Heilberufler teil.
Darüber hinaus hat die Stiftung auch die wirtschaftliche Stimmung der niedergelassenen Ärzte erhoben.
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