Hamburg, 30.03.2026 – Die wirtschaftliche Stimmung der Psychologischen Psychotherapeuten in Deutschland ist im 1. Quartal 2026 drastisch eingebrochen. Wie das aktuelle Stimmungsbarometer der Stiftung Gesundheit zeigt, fiel ihr Stimmungswert um mehr als 20 Punkte und liegt nun auf dem tiefsten Stand seit 2017.
Der starke Rückgang in dieser Fachgruppe prägte zugleich die Gesamtentwicklung im ambulanten Bereich wesentlich mit: Insgesamt sank die Stimmung der niedergelassenen Ärzte um 5,2 Punkte auf einen Wert von -26,1. Sowohl die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage als auch die Erwartung für die kommenden Monate gingen zurück.
Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann,
Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit
„Der Stimmungs-Einbruch bei den Psychologischen Psychotherapeuten ist kein atmosphärisches Rauschen, sondern ein Warnsignal“, ordnet Forschungsleiter Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann die Entwicklung ein. Denn im Vergleich der Fachgruppen stünden diese noch relativ gut da: „Der Absturz speist sich also nicht aus dem üblichen Systemfrust, sondern aus einer konkreten politischen Entscheidung, die als Geringschätzung verstanden wird.“
Ebenfalls pessimistischer äußerten sich zwei weitere Fachgruppen: Der Stimmungswert der Hausärzte sank um 7,9 Punkte auf -30,4. Damit liegen sie im Vergleich wieder auf dem letzten Platz. Bei den Zahnärzten fiel der Rückgang mit 1,4 Punkten auf -27,5 dagegen moderat aus.
Eine positive Entwicklung gab es im 1. Quartal allein bei den Fachärzten, deren Stimmung sich um 4,3 Punkte auf -25,8 verbesserte.
Das Stimmungsbarometer gibt differenziert Auskunft darüber, wie die niedergelassenen Ärzte in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen und welche Entwicklung sie in den kommenden sechs Monaten erwarten. Diese quartalsweise Erhebung führt die Stiftung Gesundheit seit rund 20 Jahren durch. An der repräsentativen Erhebung im 1. Quartal 2026 nahmen 1.006 Ärzte teil.
Darüber hinaus hat die Stiftung auch die wirtschaftliche Stimmung der Heilberufler erhoben.
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