Überlegungen zur Praxis-Homepage – Erste Gedanken und Vorbereitungen

Stethoskop

Bildnachweis: Fotalia

Noch bevor eine Agentur oder ein Freiberufler engagiert wird, ist es sinnvoll, sich grundlegende Gedanken über den Aufbau und die Inhalte einer Praxis-Homepage zu machen. So lässt sich, mit etwas Eigeninitiative, bares Geld und auch viel Zeit sparen.

Der Preis einer Praxis-Homepage hängt natürlich vom Anbieter und der gebotenen Qualität ab. Aber auch der Umfang der benötigten Dienstleistungen unterscheidet sich. Je besser der Zahnarzt informiert und vorbereitet ist, umso leichter ist es, ein aussagekräftiges Angebot zu erhalten. So beginnt jede Erstellung einer Homepage mit einem konzeptionellen Teil. Zugleich ist das die wichtigste Aufgabe, denn hier wird bereits das „Fundament“ für die Homepage gelegt.

Struktur
Die Inhalte und die Funktionen sollten die Gestaltung bestimmen – und nicht anders herum. Lange bevor man sich mit der Optik (dem „Layout“) der Homepage befasst, sollte man das Augenmerk auf die Inhalte richten. Was soll in welcher Form und in welchem Umfang veröffentlicht werden? Am einfachsten ist es, alle wünschenswerten Punkte auf einem leeren Blatt Papier wahllos zu notieren. Anschließend sollten diese Punkte auf einem weiteren Blatt sortiert und gegliedert werden. Hier empfiehlt es sich, grundsätzlich einige größere Kategorien zu schaffen (z.B. „Praxis“, „Leistungen“ und „Kontakt“) und dann Unterpunkte hinzuzufügen. Das Inhaltsverzeichnis eines Buches ist ein gutes Beispiel für diese Vorgehensweise.

Texte
Jede Praxis-Homepage lebt von Bildern und Texten. Je größer und umfangreicher eine Homepage ausfällt, umso mehr Texte sind zu verfassen. Dies erfordert in der Regel sehr viel Zeit, ggf. Absprachen und immer wieder Korrekturen und Kürzungen – bis ein zufriedenstellendes Resultat vorliegt. Kleinere Praxis-Homepages sind daher oft schneller und mit kleinerem Budget zu realisieren. Das richtige Maß ist also entscheidend, weniger ist oft mehr.

Bilder
Bilder sind das wichtigste Instrument innerhalb einer Homepage, denn der Besucher hat nicht immer Lust lange Texte zu lesen. Das Auge erfasst zunächst die Bilder und die allgemeine Gestaltung der Seiten. Erst danach entsteht womöglich das Interesse, den einen oder anderen Text zu lesen. Daher sollte man großen Wert auf schöne und professionell erstellte Fotos legen – die Räume sollten hell und einladend, die Praxis-Mitarbeiter freundlich und kompetent, präsentiert werden. Dabei ist natürlich auf Authentizität zu achten.

Ziele
Was möchte man erreichen? Wen möchte man ansprechen? Dies sind zwei von vielen Fragen, die üblicherweise vor der Erstellung einer Praxis-Homepage gestellt werden sollten. Sicherlich können Besucher und Patienten unterschiedlicher Altersgruppen auch unterschiedlich „adressiert“ werden. Man sollte jedoch nicht mehrere Ziele miteinander kombinieren und sich auch hier auf das Wesentliche beschränken.

Layout
Dieser Teil ist definitiv Arbeit der zuständigen Agentur. Aber der Kunde sollte durchaus Wünsche äußern. Es ist sinnvoll, die persönlichen Vorlieben und auch Abneigungen zu nennen. Der erste Entwurf kann so schneller und zielgerichteter gestaltet werden, ohne dass die Kreativität des Dienstleisters eingeschränkt wird. Ebenso kann die Einrichtung und Farbgebung der Praxis eine Rolle spielen – das einheitliche Erscheinungsbild wirkt dann wie „aus einem Guss“.

Das Resultat
Nicht alle oben genannten Schritte sind zwingend immer notwendig. Eine professionelle Agentur ist geübt im Umgang mit diesen wichtigen Prozessen, aber sie müssen in der Regel zusätzlich honoriert werden. Wenn man sich also vorab einige Gedanken macht und diese ggf. zu Papier bringt, kann es nur von Vorteil sein.

von Bartholomäus Schülke 31. Mai 2012