Stiftungsbrief-News 4-2014

Praxistipp: Bildquellen auf Praxis-Websites korrekt nennen

Unzureichende Bildnachweise auf Praxis-Websites werden schnell zum juristischen Fallstrick. Wer Fotos von Bilddatenbanken wie Pixelio oder Fotolia erworben hat, sollte unbedingt in den jeweiligen Lizenzbedingungen nachlesen, wie genau die Bildnachweise auszusehen haben. Erstellt ein Fotograf Bilder von Praxis und Praxisteam, gilt: Immer schriftlich mit diesem vereinbaren, dass die Bilder sowohl in Printprodukten als auch online verwendet werden dürfen.

Ärzte, die ihre Websites von der Stiftung Gesundheit zertifizieren lassen, erhalten auch eine Analyse unter rechtlichen Aspekten.
Mehr zur Zertifizierung

Urteil: Kassenärzte müssen kontinuierlich GKV-Patienten behandeln

Kassenärzte müssen kontinuierlich Sprechstunden für gesetzlich Versicherte anbieten. Das hat das Bayerische Landessozialgericht bekräftigt (Urteil vom 15.01.2014, Az.: L 12 KA 91/13). Die Richter sahen damit die Disziplinarmaßnahme einer KV gegenüber einem Augenarzt – 2.000 Euro Geldbuße – als gerechtfertigt. Dieser hatte begonnen, Patienten nur privat gegen Selbstzahlung zu behandeln und wollte dies über mehrere Monate fortführen. Der Arzt hatte angeführt, aus Krankheitsgründen den vertragsärztlichen Verpflichtungen nicht nachkommen zu können, zudem seien die Wirtschaftlichkeitsprüfungen der KV „nicht mehr auszuhalten“. In den vergangenen Jahren habe er außerdem „Überstunden“ angehäuft, die er nun „abfeiern“ wolle.

Ausbildung: „Learning-by-doing“ bei PJlern in der Kritik

„Learning-by-doing“, wenig Raum für Nachfragen, rechtliche Unsicherheit – auf dem 15. Deutschen Medizinrechtstag in Berlin stand unter anderem die Ausbildung von PJlern in der Kritik. Laut Approbationsordnung dürfen Studierende ärztliche Tätigkeiten nur unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung der ausbildenden Ärzte durchführen. In der Praxis jedoch verabreichten zum Beispiel 80 Prozent der PJler nach eigenen Angaben ohne Aufsicht Medikamente, so stellte Stefanie Gehrlein, Justiziarin des Marburger Bund Bundesverbandes, fest. Umfang und Form der Anleitung seien oft unklar, auch die Rechtsprechung sei uneinheitlich. Gehrlein schlägt daher unter anderem bundeseinheitliche Logbücher vor, die einen Katalog von PJ-Tätigkeiten aufzeigten und so als Leitfaden dienen könnten.

Detaillierte Informationen zu allen Themen des 15. Deutschen Medizinrechtstags

Medizin-Management-Preis 2014 für Behandlungskalender Epi-Vista

Der webbasierte Behandlungskalender Epi-Vista des Norddeutschen Epilepsiezentrums für Kinder und Jugendliche ist Gewinner des Medizin-Management-Preises 2014. Mit dem Patiententagebuch erfassen Patienten und ihre Eltern tagesaktuell alle für die Epilepsiebehandlung relevanten Daten, was eine zeitnahe Therapiesteuerung und -anpassung ermöglicht.

Details zu allen Preisträgern von 2014 sowie die Ausschreibungsunterlagen für den Medizin-Management-Preis 2015 finden Sie hier.

Buchtipp: Das Web-Adressbuch für Deutschland 2015

Ein Raster für die Weite des Netzes: Das jährlich neu erscheinende Web-Adressbuch für Deutschland listet Internetseiten samt kurzer Inhaltsangaben nach verschiedenen Themengebieten auf. Das rund 40-seitige Kapitel „Gesundheit“ ist in 100 Unterkategorien unterteilt, von Krankheitsbildern wie „Allergie“ über Online-Versandportale für Medikamente bis hin zu Krankenversicherungsvergleichen.

Das Web-Adressbuch für Deutschland 2015 ist hier erhältlich.