Stiftungsbrief-News 3-2014

Urteil: Ärzte dürfen nicht grundlos von Standardtherapie abweichen

Wenn Ärzte andere Behandlungsmethoden anwenden als die Standardtherapie, ohne ihre Patienten darauf hinzuweisen, ist das ein Behandlungsfehler. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Urteil vom 25.02.2014, Az.: 26 U 157/12). Als grob gilt der Fehler, wenn sich der Patient bereits für die Standardtherapie entschieden hatte. Ein Arzt behandelte im vorliegenden Fall die Hautkrebserkrankung eines Patienten mit einer fotodynamischen Therapie. Zuvor hatte der Patient die Standardtherapie gewünscht: eine Operation. Der Arzt hatte den Patienten nicht darüber informiert, dass bei der fotodynamischen Therapie die Gefahr höher ist, dass der Krebs zurückkehrt.

Medizin, Schaden und Haftung – 15. Deutscher Medizinrechtstag

Gesundheitskarte und Datenschutz, Zahnarzthaftung, Geburtsschäden und Zuweisermanagement – das sind einige der Themen des 15. Deutschen Medizinrechtstags am 12. und 13. September 2014 in Berlin. Das gemeinsame Symposium von Ärzten und Medizinrechtsanwälten steht unter dem Motto „Medizin, Schaden und Haftung“. Den Kongress moderiert Karl-Dieter Möller, ehemaliger Leiter der ARD-Rechtsredaktion.

Das gesamte Programm finden Sie unter:
www.mrbn.de/medizinrechtstag/deutscher-medizinrechtstag-2014-programm.pdf

Bei Buchung bis zum 31. Juli 2014 erhalten Sie 15 Prozent Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr. Hier geht es zum Anmeldeformular:
www.medizinrechts-beratungsnetz.de/deutscher-medizinrechtstag/anmeldeformular-2014

Arztbewertungsportale: Nutzer bleiben anonym, Meinungsfreiheit aber nicht schrankenlos

Arztbewertungsportale müssen die Identität ihrer Nutzer nicht preisgeben, entschied der Bundesgerichtshof Anfang Juli. Das bedeutet aber nicht schrankenlose Meinungsfreiheit im Netz. Um die Persönlichkeitsrechte von Ärzten zu wahren, müssen die Portale diese über Bewertungen informieren und ehrverletzende Beiträge auf Wunsch entfernen. Die Stiftung Gesundheit als Träger der Arzt-Auskunft ermöglicht Ärzten, noch bevor eine Bewertung online geht, diese zu kommentieren. Die Arzt-Auskunft ist zudem das einzige Arztbewertungsportal, bei dem Fachpersonal alle Bewertungen auf Rechtskonformität und Anstand prüft.

Patienten-Ratgeber zertifiziert: Psychische Erkrankungen für Kinder erklärt

Ob Depression oder Magersucht, ist ein Familienmitglied psychisch krank, kann das Kinder schwer verunsichern, ja sogar Schuldgefühle hervorrufen. Die Stiftung Gesundheit hat fünf Bücher zertifiziert, die Kindern helfen, psychische Krankheiten besser zu verstehen: „Mamas Monster“ (Depressionen), „Eine Tütü-Torte für Elise“ (Magersucht), „Mein großer Bruder Matti“ (ADHS), „Mama, Mia und das Schleuderprogramm“ (Borderline) und „Ich wär so gern auch abends groß“ (Ängste). Erschienen ist die Buchreihe im BALANCE buch + medien Verlag.

Mehr zur Zertifizierung von Patienten-Ratgebern finden Sie hier.