Stiftungsbrief-News 2-2014

Ausschreibung: Medizin-Management-Preis 2014

Unter der Schirmherrschaft des Bundesforschungsministers a. D. Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, MdB, ist der Medizin-Management-Preis 2014 ausgeschrieben. Der Preis zeichnet Innovationen aus, die durch neue Wege des Steuerns, Führens und Leitens in der Gesundheitsbranche Ergebnisse verbessern. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 3.500 Euro dotiert.

Bewerbungsschluss ist der 30. Mai 2014.

Alle Details und das Bewerbungsformular finden Sie unter:
www.mm-preis.de

Urteil: Ärzte haften für hinausgezögerte Diagnostik

Wenn Ärzte erkennen, dass bei Patienten umgehend weitere diagnostische Maßnahmen notwendig sind, dürfen sie diese nicht auf den nächsten Tag verschieben. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 21.01.2014 festgestellt (Az.: VI ZR 78/13). Wegen einer erkennbaren Hirnvenenthrombose benötigte eine Patientin eine weitere Hirndiagnostik. Erst am Folgetag wurde die Frau in eine hierfür ausgestattete Klinik verlegt. Die Patientin trug einen schweren Schaden davon. Die Richter stuften die Verzögerung als Befunderhebungsfehler ein. Weiter besagt das Urteil, dass neben dem Arzt auch der Krankenhausträger für den Schaden haftet, wenn der Fehler einem von ihm beauftragten Konsiliararzt unterläuft.

Analyse: Medizinklimaindex erstmals positiv

Der Medizinklimaindex (MKI) der Stiftung Gesundheit ist erstmals im positiven Bereich. Mit einem Index von +2,7 bewerten die Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in Deutschland im Frühjahr 2014 ihre wirtschaftliche Lage besser als je zuvor seit Beginn der Erhebung. Im vergangenen Herbst hatte der MKI noch bei -2,6 gelegen. Optimistische Spitzenreiter sind die Zahnärzte mit einem Index von +28,6. Der MKI der niedergelassenen Ärzte liegt bei -4,1, der der Psychologischen Psychotherapeuten bei +4,2.

Die gesamte Analyse finden Sie hier.

Termine: Veranstaltungen für Ärzte auf der conhIT

Vom 6. bis 8. Mai 2014 findet unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin die „conhIT – connecting Healthcare IT“ statt. Die Messe ist Europas größtes Branchen-Treffen der Gesundheits-IT. Veranstaltungen für Ärzte im Rahmen der conhIT sind:

06.05.: Kongress-Session 5 „Komplexe Behandlungsstrukturen im Gesundheitswesen – Hält die medizinische Dokumentation Schritt?“
06.05.: Podiumsdiskussion „Integrierte Versorgung: Was geht – Wohin müssen wir?“
06.05.: Workshop „Integration Elektronischer Identifikations-, Signatur und Sicherungssysteme in Kommunikations-, Dokumentations- und Archivierungsprozesse im Gesundheitswesen.“
06.05.: Workshop „Quer-Denken: Spielen macht klug – Impulse für die Gesundheitsbranche“
07.05.: Kongress-Session 11 „IT-Integration in der ambulanten ärztlichen Versorgung“
08.05.: Kongress-Session 13 „Mobility und Usability“
08.05.: Kongress-Session 18 „Telemedizinische Patientenversorgung als Standortfaktor für Krankenhäuser“, Thema ist hier auch der intersektorale Austausch mit Praxen
08.05.: Podiumsdiskussion „Telemedizin – Ein Jahr Gesetz und was jetzt?“
08.05.: Themenführung „Telemedizin“

Das gesamte Programm finden Sie unter:
www.conhit.de

Urteil: Ärzte müssen über Behandlungsalternativen aufklären

Ärzte müssen Patienten umfassend über echte Behandlungsalternativen aufklären. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm festgestellt. (Urteil vom 17.12.2013, Az.: 26 U 54/13) Gibt es zu einer Behandlung gleichermaßen indizierte und übliche Alternativen, müssen Patienten selbst entscheiden können, auf welchem Weg die Behandlung erfolgen soll. Dafür müssen die behandelnden Ärzte sie ausreichend zu den jeweiligen Risiken, Heilungschancen und Folgen informieren. Geklagt hatte eine Patientin, der ein Zahnarzt Brücken und Veneers eingesetzt hatte, woraufhin Beschwerden beim Essen auftraten. Der Zahnarzt hatte sie nicht darüber aufgeklärt, dass stattdessen auch Einzelkronen möglich gewesen wären. Die Patientin erhielt 6.000 Euro Schmerzensgeld.

Print Friendly
Veröffentlicht in Stiftungsbrief-News