Stiftungs-Räte im Interview: Dr. Renate Müller

Dr. Renate Müller arbeitet bereits seit vielen Jahren mit der Stiftung Gesundheit zusammen und verfolgt das gleiche Ziel: Mehr Transparenz in das deutsche Gesundheitssystem zu bringen. Seit August 2020 lässt sie als Stiftungsrätin ihr Know-how einfließen. Sie ist als geschäftsführende Gesellschafterin tranSektoris – Leadership in Healthcare tätig.

Dr. Renate Müller ist seit August 2020 Mitglied im Stiftungs-Rat.

Wesentliche berufliche Stationen:

  • Paralleles Medizin- und Geisteswissenschaften-Studium in Regensburg, München, New York und Rom
  • Berufsstart im Finanzdienstleistungssektor
  • Nach Dr. Renate Müllers Weiterbildung als Kommunikationsberaterin arbeitete sie für verschiedene Kunden, insbesondere im Gesundheitswesen und wurde Mitgründerin einer Strategie- und Kommunikationsberatung
  • Ihr Fokus: Beratungsprojekte mit Schwerpunkt gesetzliche Krankenversicherungen und Leistungserbringern (stationär, ambulant, Reha) sowie Pharma, Medizintechnik, Start-ups und weiteren Dienstleistern im Gesundheitswesen.

 

Frau Dr. Müller, in welcher Funktion sind Sie derzeit tätig?

Ich bin die Gründerin von tranSektoris – Leadership in Healthcare und dort als geschäftsführende Gesellschafterin tätig.

Welche Aufgaben führen Sie derzeit aus?

Ich habe das Social Business tranSektoris – Leadership in Healthcare gegründet, um ein Problem zu lösen, auf das ich in meiner Beratungstätigkeit häufig gestoßen bin: Führungskräfte aus den verschiedenen Aufgabenbereichen des Gesundheitssystems (zum Beispiel Versicherungen, Pharmaindustrie, Ärzteschaft oder IT) haben oft Schwierigkeiten, die Motivation und das Handeln der anderen Akteure zu verstehen. tranSekoris leistet nachweislich durch verschiedene sektorübergreifende Formate und dem tranSektoris Netzwerk einen Beitrag, sektorübergreifende Zusammenarbeit zu fördern.

Welche Themen aus dem Gesundheitswesen sind Ihnen wichtig?

Dass hier das Thema interdisziplinäre, „tranSektorale“ Zusammenarbeit für mich zu nennen ist, liegt auf der Hand. Besonders wichtig finde ich, dass Stakeholder und Player, die Versorgung Heute und Morgen gestalten, offen sind, voneinander zu lernen und den anderen in seinem Bereich und seinem Beitrag zu respektieren und zu sehen.

Es gibt ganz unterschiedliche Formen von Zusammenarbeit. Leadership im digitalen Zeitalter ist für mich ein besonders spannendes Thema, das natürlich nicht nur den Healthcare-Bereich betrifft. Deswegen schätze ich auch sehr die Zusammenarbeit mit der LEAD Academy Berlin und bin Mitglied im Responsible Leader Network der BMW Foundation Herbert Quandt.

Was macht die Gesundheitsbranche so besonders?

Sicher ist, dass die Gesundheitsbranche auf ihre Weise „besonders“ ist. Aber es scheint mir wesentlich zu sehen, wie viele gemeinsame Fragestellungen und auch Lösungsansätze es mit anderen Branchen gibt. Es gilt, viel mehr von anderen Branchen zu lernen und zu erproben, was man übernehmen oder variieren könnte, um Mehrwert für Patient*innen und Bürger*innen zu schaffen. Und sich nicht in seiner „Besonderheit“ abzugrenzen.

Was hat Sie dazu bewegt, sich bei der Stiftung Gesundheit zu engagieren?

Mit Dr. Peter Müller hatte ich vor Jahren jemanden kennengelernt, der sich leidenschaftlich für eine Sache einsetzt, nämlich mehr Transparenz in das Dickicht des deutschen Gesundheitssystems zu bringen. Das passt genau zu den Inhalten und dem Auftrag von tranSektoris – Leadership in Healthcare.

Die Stiftung Gesundheit ist schon seit einigen Jahren Mitglied im tranSektoris Netzwerk und so habe ich mich gefreut, als ich gefragt wurde, Teil des Stiftungs-Rats-Teams zu werden.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Kein „Lebensmotto“ im klassischen Sinn, es ist eher ein Wunsch; jeden Tag einen Beitrag zu leisten, das Leben lebenswerter, menschlicher und schöner zu gestalten.