Re-Zertifizierung gesundheitsbezogener Websites: Schön, wenn ein Plan funktioniert!

Website-Gütesiegel der Stiftung Gesundheit

Bildnachweis: Stiftung Gesundheit

Vor gut einem Jahr haben wir auf unserem Jahresempfang das neue Prüfverfahren für gesundheitsbezogene Websites vorgestellt. Dabei überprüfen mehrere unabhängige Gutachter die Homepages anhand eines detaillierten Prüfungskatalogs, der weit über 100 Einzelaspekte berücksichtigt – ein Verfahren, das wir in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Uwe Sander und Prof. Dr. Thomas J. Schult von der Fachhochschule Hannover unter Einbeziehung des wissenschaftlichen DISCERN-Verfahrens entwickelt haben. Inzwischen tragen bereits zahlreiche Websites das Gütesiegel „Geprüfte Homepage“ der Stiftung Gesundheit.

Doch wenn eine Website für gut befunden wird, bedeutet das nicht, dass sie diese Bewertung auf ewig verdient. So eine Seite im Internet ist ja in den seltensten Fällen in Stein gemeißelt, sondern wird immer wieder geändert, ergänzt oder gar komplett „ge-re-launcht“, wie es so schön neudeutsch heißt. Und manchmal ändern sich auch die Rahmenbedingungen – etwa die juristischen Vorschriften. Deshalb vergeben wir das Gütesiegel immer nur für die Dauer eines Jahres. Anschließend wird die Seite auf Wunsch noch einmal überprüft und im Idealfall re-zertifiziert.

Genau diese Phase haben wir jetzt erreicht: Die ersten Re-Zertifizierungen sind gerade über die Schreibtische der Gutachter gewandert. Eine Bewährungsprobe für unser System, denn oft zeigt sich ja erst in der Praxis, wo ein standardisiertes Verfahren Lücken aufweist und angepasst werden muss. Dementsprechend gespannt waren wir auf die Ergebnisse – und durften uns freuen: Ohne die früheren Bewertungen zu kennen, kamen die Prüfer bei der Re-Zertifizierung auf nahezu identische Ergebnisse wie die Erstgutachter vor einem Jahr. Das Prüfverfahren ist also auch in dieser Hinsicht unseren hohen Anforderungen mehr als gerecht geworden. (An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön gen Hannover an die Professoren Sander und Schult.) So soll es sein! Und ehrlich gesagt haben wir es auch nicht anders erwartet. Aber wir freuen uns natürlich trotzdem, wenn ein Plan funktioniert.

von Birgit Pscheidl 13. September 2011