Medizinklimaindex

Ärzte beurteilen ihre wirtschaftliche Zukunft pessimistisch

Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland bewerten ihre wirtschaftliche Lage der kommenden sechs Monate sehr ungünstig. Fast die Hälfte der Ärzte erwartet eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage. Das zeigt der Medizinklimaindex Herbst 2006.

Ihre aktuelle wirtschaftliche Lage schätzen 58,5 Prozent der Ärzte als zufriedenstellend ein, 24,4 Prozent als schlecht und 17,1 Prozent als gut. Ihre Perspektiven dagegen bewerten 48,2 als ungünstiger und lediglich 8,8 Prozent als günstiger.

Die Arzt-Auskunft ist bei den wesentlichen Gesundheits-Portalen wie Stern.de, Focus.de, Msn.de (Microsoft), Onmeda.de, GesundheitPro.de (Apotheken Umschau), Lifeline.de, Menshealth.de, Netdoktor.de, Wissen.de und weiteren eingebunden. Auch viele Krankenversicherungen nutzen das Verzeichnis zur Patienteninformation.

Der daraus errechnete Medizinklimaindex liegt bei -23,3. Dies ist wesentlich schlechter als der analog errechnete IFO Geschäftsklimasaldo beispielsweise des Bauhauptgewerbes (-15,8). Die Zukunftserwartungen des Verarbeitenden Gewerbes sind dagegen mit einem Saldo von 18,6 sogar sehr optimistisch.

Entsprechend den Kriterien des IFO Institutes (Institut für Wirtschaftsforschung e.V.) wurden die Ärzte nach der wirtschaftlichen Lage und ihren Erwartungen für die nächsten sechs Monate gefragt. Der Medizinklimaindex ist ein transformierter Mittelwert aus den Salden der momentanen Geschäftslage und der Erwartungen.

Durchgeführt wurde die repräsentative Erhebung durch die GGMA Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse im Auftrag der Stiftung Gesundheit.

Unter www.stiftung-gesundheit.de in der Rubrik „Forschung → Studien“ kann die ausführliche Datei zum Medizinklimaindex heruntergeladen werden.

Hamburg, 9. November 2006
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