Neue Welle dubioser Verzeichnis-Einträge

Stiftung Gesundheit bietet kostenlose rechtliche Prüfung

Ärzte und Zahnärzte erhalten vermehrt zweifelhafte Eintrags-Offerten für Verzeichnisse: Das zeigen die zunehmenden Anfragen von Ärzten bei der Stiftung Gesundheit. Einige dieser Angebote scheinen kostenlos zu sein; dann aber werden bis zu 900 Euro berechnet ­ ohne eine entsprechende Gegenleistung.

Kostenloser Rechtsrat für Ärzte und Zahnärzte

„Ärzte und Zahnärzte, die zweifelhafte Eintrags-Offerten oder Korrektur-Abzüge erhalten, können diese kostenlos durch unsere Vertrauensanwälte prüfen lassen,“ sagt Dr. Peter Müller von der Stiftung Gesundheit. Dubiose Angebote beziehungsweise Rechnungen sind dafür lediglich an die Stiftung Gesundheit zu senden. In Zusammenarbeit mit dem Medizinrechtsanwälte e.V. werden die Offerten geprüft. „Bei einzelnen Firmen dieser Art wurde festgestellt, dass die Verträge nichtig sind“, so Müller.

Sammelklage gegen betrügerische Firma

In einer Sammelklage gegen die Firma Stebo Expert GmbH hatte die Stiftung Gesundheit 2003 bereits für rund 500 Ärzte und Zahnärzte die Zahlungsbefreiung beziehungsweise per Sammelklage den Rückzahlungsanspruch erwirkt. Stebo Expert hatte scheinbar kostenlose Einträge in nicht existierende beziehungsweise irrelevante Verzeichnisse (Staatsanwalt: „Heftkladde“) angeboten. Dann berechnete die Firma den Ärzten viele Hundert Euro und drohte obendrein aggressiv ­ aber sachlich unbegründet – mit Pfändung.

Hamburg, 07. Februar 2006

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