Stiftung Gesundheit verleiht Publizistik-Preis 2003

Hörfunk-Journalist Günter Ederer ausgezeichnet

Die Stiftung Gesundheit hat den Journalisten Günter Ederer mit ihrem Publizistik-Preis 2003 ausgezeichnet. Sie würdigt damit seinen einstündigen Hörfunk-Beitrag „Wie geht’s uns denn, Herr Doktor? – Eine Statusaufnahme des deutschen Gesundheitswesens“, die am 1. September 2002 auf WDR 3 ausgestrahlt wurde.

„Frei von den traditionellen Tabus analysiert Ederer die schädlichen und teuren ‚Gendefekte‘ und Strukturfehler unseres Gesundheitswesens“, begründet Prof. Dr. Dirk A. Loose, Vorsitzender der Jury, die Entscheidung: „Das Ergebnis ist eine exzeptionelle Gesamtschau, die nicht nur preiswürdig, sondern für jedermann hörenswert ist.“

Sonderpreis für spastisch gelähmte Buch-Autorin Meike Plath

Darüber hinaus zeichnete die Jury die spastisch gelähmte Autorin Meike Plath mit einem Sonderpreis für ihr Buch „Das Recht zu leben und zu lieben“ aus: „Die sehr persönliche Autobiographie enthält viel persönliche Meinung – auch über unser Gesundheitssystem, die Institutionen und Darsteller“, so Juror Prof. Dr. Martin Hörning: „Gerade deswegen ist das Buch unbedingt empfehlenswert zu lesen, denn es schildert auf sonst nicht zu erreichende Weise die Fülle von psychosozialen Problemen im Leben einer Patientin mit Spastik.“ Das Buch ist im Hamburger 2a-Verlag erschienen (www.2a-verlag.de).

Mit dem Publizistik-Preis würdigt die Stiftung journalistische Arbeiten, die gesundheitliches Wissen insbesondere für Laien anschaulich vermitteln und Zusammenhänge transparent darstellen. Der Preis wird jährlich verliehen und ist mit 2.500 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr hatte die Stiftung die GEO-Autorin Uta Henschel ausgezeichnet. Die Ausschreibung für das Jahr 2004 beginnt im kommenden Herbst.

Kiel, 16. April 2003

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