Urteil: Patienten dürfen Zahnärzte nach Schwerpunkten auswählen

Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit auch für Zahnärzte zulässig

Auch Zahnärzte dürfen in der Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit ihre Therapieschwerpunkte bekanntgeben. Das hat jetzt das Landgericht Düsseldorf entschieden (AZ 38 0 90/00). Die Arzt-Auskunft ist der einzige Arzt-Such-Service, in der Patienten Ärzte und Zahnärzte anhand von rund 1.000 Diagnose- und Therapieschwerpunkten auswählen können – den Daten, die gerade nicht in den Branchen-Telefonbüchern stehen. Dieser Service ist werbefrei im Internet unter www.arzt-auskunft.de, bei Focus.de und anderen Gesundheitsportalen sowie unter der kostenlosen Rufnummer 0800 – 7 39 00 99 (Mo – Fr, 9.00 bis 17.00 Uhr).

Geklagt hatte die Zahnärztekammer Nordrhein gegen zwei Zahnärzte, die in der Arzt-Auskunft mit Schwerpunkten wie „Ästhetische Zahnmedizin“ und „Implantologie“ verzeichnet sind. Das Gericht stellt in der Urteilsbegründung fest: „Solche Schwerpunkte zu erfahren, liegt im Interesse der Patienten.“ Die Stiftung Gesundheit hat den Zahnärzten umfassend Rechtsschutz gewährt.

„Das Gericht schreibt fest, was seit mehr als drei Jahren bewährte Standeswirklichkeit ist“, sagte Dr. jur. Frank A. Stebner, Justitiar der Stiftung Gesundheit.

Ärzte dürfen ebenfalls in der Arzt-Auskunft ihre Schwerpunkte bekanntgeben. Das hatte bereits 1998 das Landgericht Kiel entschieden und das Oberlandesgericht Schleswig bestätigt (LG Kiel 16 O 19/98, OLG Schleswig 6U 21/99 rechtskräftig.) Ein kommerzieller Informationsdienst verstößt indes gegen das Werbeverbot für Ärzte, entschied das OLG München (AZ. 29 U 2435/99).

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Veröffentlicht in Presse-Informationen, Presse-Informationen zur Arzt-Auskunft