OLG-Urteile

Gemeinnütziger Arzt-Such-Service zulässig, kommerzieller Dienst nicht

Die Arzt-Auskunft, der bundesweit einzige gemeinnützige Arzt-Such-Service, ist zulässig. Das hat das Oberlandesgericht Schleswig entschieden. (OLG Schleswig 6U 21/99, Urteil rechtskräftig) Ein kommerzieller Informationsdienst verstößt gegen das Werbeverbot für Ärzte, entschied das OLG München in einer jetzt veröffentlichten Entscheidung (AZ 29 U 2435/99, noch nicht rechtskräftig).

Die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit ist der einzige Dienst, der den Patienten kostenlos offen steht. Anhand der Diagnose- und Therapie-Schwerpunkte können sich Patienten unter der gebührenfreien Telefonnummer 0130 ­ 73 90 09 (Anmerkung: Seit dem Jahr 2000 lautet die kostenfreie Rufnummer 0800 – 7 39 00 99) Ärzte, Zahnärzte und Kliniken nennen lassen (Mo bis Fr 9.00 bis 17.00 Uhr).

„Die gebührenfreie Rufnummer betreiben wir mit viel Engagement und Kosten, damit wirklich alle Patienten dieses Angebot einfach nutzen können“, sagt Dr. Peter Müller, Sprecher der Stiftung Gesundheit. Zusätzlich ist die Arzt-Auskunft im Internet unter der Adresse www.arzt-auskunft.de frei zugänglich. Die Zeitschrift „Facharztpraxis“ schreibt im Testbericht, dass dieser Service die größte Nachfrage und das breiteste Angebot vereint. Auch der Marktführer der Online-Magazine, FOCUS Online, nutzt das umfassende Arztverzeichnis der Stiftung Gesundheit (www.focus.de/gesundheit).

Der jetzt verurteilte kommerzielle Münchner Anbieter dagegen gibt die verschiedenen Informationen über Ärzte lediglich über eine gebührenpflichtige 0190er Rufnummer an. Andere Firmen, die Informationen zu Ärzten über kostspielige Rufnummern oder im Internet bereitstellten, sind bereits wieder vom Markt verschwunden.

Kiel, 5. Februar 2000

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Veröffentlicht in Presse-Informationen, Presse-Informationen zur Arzt-Auskunft