Medizinklimaindex Herbst 2016:

Ärzte insgesamt wieder pessimistischer

Nach der optimistischen Stimmung im Frühjahr ist der Medizinklimaindex (MKI) im Herbst 2016 wieder ins Negative abgerutscht: Der Gesamtwert liegt aktuell bei -3,7 (Frühjahr 2016: +0,2). Der MKI wird halbjährlich im Auftrag der Stiftung Gesundheit erhoben und zeigt, wie die niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten ihre wirtschaftliche Lage und die Zukunftsaussichten für die kommenden sechs Monate einschätzen.

Positiver Langzeittrend

Trotz des derzeit negativen Werts ist jedoch über die Jahre hinweg eine positive Tendenz zu erkennen: Während sich der Index bis Ende 2012 fast ausschließlich im zweistelligen negativen Bereich bewegte, schwankt er seit 2013 nur noch zwischen -6,4 und +6,2. In diesem Zeitraum fiel zudem der Herbst-MKI stets deutlich schlechter aus als der Frühjahrs-MKI.

Haus- und Zahnärzte optimistisch

Auch zwischen den befragten Ärztegruppen gibt es große Unterschiede: So liegen die Indizes der Hausärzte und Zahnärzte im positiven Bereich (+3,9 / +2,5), während die Fachärzte sowohl ihre aktuelle Situation als auch die Perspektive für die kommenden sechs Monate deutlich schlechter einschätzen (-11,2). Schlusslicht sind erneut die Psychologischen Psychotherapeuten, deren MKI sich zum vierten Mal in Folge verschlechterte (Frühjahr 2015: 3,2, Herbst 2015: -3,4, Frühjahr 2016: -10,5, Herbst 2016: -16,7).

Der MKI wird seit zehn Jahren halbjährlich von der Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse im Auftrag der Stiftung Gesundheit erhoben. Die detaillierten Ergebnisse finden Sie hier.

Hamburg, 23. November 2016