Gesundheitsmarkt Deutschland: Anbieter – oder Nachfragermarkt?

Bildnachweis: Harry Hautumm  / pixelio.de

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„Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss“, wusste schon Marie Curie. Und genau aus diesem Grund findet am 24. und 25. September die neunte Auflage des Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Die Veranstaltung soll Unternehmern und Managern der verschiedenen Bereiche der Gesundheitswirtschaft ein Forum zur Zukunftsgestaltung bieten. Und die Stiftung Gesundheit ist mit von der Partie. Ich diskutiere am Mittwoch, dem 24. September, im schönen Ambiente des Hotel Grand Elysée in Hamburg zum Thema „Transparenz stärkt Patienten und Versicherte: Anbieter- oder Nachfragermarkt Gesundheit?“.

Steigende Anforderungen an Ärzte

Ein spannendes Thema, denn der Gesundheitsmarkt in Deutschland ist sowohl nachfrage- als auch angebotsgesteuert: dominierende Nachfragesteuerung beginnend in der Notfallversorgung und starke Angebotssteuerung von IGeL bis zur Ästhetischen Medizin.

Und der Patient als Kunde und Konsument verändert deutlich das Arzt-Patienten-Verhältnis. Einige Patienten möchten vom „väterlichen“ Arzt versorgt werden, andere wiederum effektive High-Tech-Medizin und mancher jede Therapie-Erwägung bis zum Exzess diskutieren. All das gibt es parallel in der medizinischen Versorgung hierzulande. Die Herausforderung an all die Medizin-Professionals ist es also, ganz am Anfang einer neuen Arzt-Patienten-Beziehung zu diagnostizieren, welche Wünsche und Präferenzen der jeweilige Patient / Patientin hat. Insoweit sind die Anforderungen an die Ärzte und Mitarbeiter im Laufe der vergangenen Jahre erheblich gestiegen.

Qualitätsberichte, Rankings und Bewertung durch den Patienten

Die methodischen Erfordernisse an die Erhebung dieser Informationen wie auch die Komplexität der Ergebnisse sind sehr hoch. Durch Massenmedien ist diese Komplexität praktisch nicht zu bewältigen. Dadurch gelangen auch Schein-Informationen in Umlauf, die auf breiter Front – der Einfachheit halber – als Fakten genommen werden. Das ist grundsätzlich problematisch. Dadurch entsteht naturgemäß eine Verzerrung in der Abbildung der Wirklichkeit. Intransparenz ist aber keinesfalls dienlicher.

Und dies ist nur ein Bruchteil der Themen, die auf dem Podium am Mittwoch von 14.00 -15.30 Uhr diskutiert werden. Ich freue mich auf den regen Austausch, also schauen auch Sie gerne beim Gesundheitswirtschaftskongress vorbei.

von Dr. Peter Müller 24. September 2013