FAQ – Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Stiftung Gesundheit


FAQ in Wort und Bild (02:23 Min.)

Fragen zur Stiftung Gesundheit

Was sind die Aufgaben der Stiftung?
Satzungsgemäße Aufgabe der Stiftung Gesundheit ist es, Transparenz im Gesundheitswesen zu fördern und praktische Orientierungshilfe zu bieten.
Die Satzungszwecke sind:
1. Zertifizierung gesundheitsbezogener Publikationen
2. Arzt-Auskunft
3. Publizistik-Preis
Wer steckt hinter der Stiftung Gesundheit?
Es gibt keinen Träger, kein Industrie-Unternehmen oder andere dritte Institutionen, die die Stiftung Gesundheit trägt, wie es zum Beispiel bei vielen der großen Stiftungen satzungsgemäß der Fall ist. Die Bosch-Stiftung, VW-Stiftung und Bertelsmann-Stiftung sind nur einige Beispiele.
Das ursprüngliche Stiftungskapital stammt von damals noch niedergelassenen Ärzten, die eine Einrichtung etablieren wollten, die nachhaltig angelegt und von einzelnen Personen, deren Präsenz und Mitarbeit unabhängig ist. Dies ermöglicht die Rechtsform „Stiftung“ auf der Basis des jeweiligen Stiftungsgesetzes. Der Staat gewährleistet dann auf alle Zeit die Stiftungs-Aufsicht: Zusätzlich zur normalen Kontrolle durch die Finanzbehörden wacht die Stiftungsaufsichtsbehörde darüber, dass die Stiftung ihre in der Satzung schriftlich festgehaltenen Aufgaben ausfüllt, aber nicht überschreitet. Dies ist zum Beispiel ein fundamentaler Unterschied zwischen der Rechtsform des Vereins gegenüber der Stiftung.
Was ist eigentlich die Rechtsgrundlage der Stiftung Gesundheit?
Die generelle Rechtsgrundlage ist das Stiftungsgesetz (PDF, 20 KB). Die spezifische Basis der Stiftungsarbeit ist die Satzung.
Welche Ziele verfolgt die Stiftung?
Bedarf erkannt, Bedarf gebannt: Wenn wir erkennen, dass wir einen Mangel lindern können, dann prüfen wir, ob wir tätig werden können und dürfen und ob es Aussicht auf Erfolg hat. Wir vermeiden es, Dinge und Services zu schaffen, die es schon anderweitig gibt. Wir schauen viel lieber, wie wir bestehende Angebote unterstützen, Schnittstellen etablieren und Leistungen zusammenführen können.

Konkret: Vor der Errichtung der Stiftung Gesundheit konnte sich kein Bürger neutral und an zentraler Stelle informieren, wo er einen Arzt mit ganz spezieller Fortbildung findet. Diesen Mangel haben wir mit der Einrichtung der Arzt-Auskunft behoben. Und erst seitdem wir gemeinsam mit der Fördergemeinschaft das Projekt Barrierefreie Praxis etabliert haben, kann sich jedermann und jedefrau an unabhängiger Stelle einfach darüber informieren, wo sich die Ärzte befinden, die ganz spezielle Vorkehrungen der Barrierefreiheit bieten.
Siehe auch: „Warum arbeitet die Stiftung Gesundheit gemeinnützig?“

Warum arbeitet die Stiftung Gesundheit gemeinnützig?
Gute Frage, ja sogar die Kernfrage!
Die Stiftung Gesundheit arbeitet gemeinnützig. Zusammen mit unserem professionellen und wirtschaftlichen Anspruch schaffen wir einen gesellschaftlichen und sozialen Mehrwert.
Natürlich gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Gesundheit und des Fördervereins am Monatsende mit ihrem Gehalt nach Hause. Die Erträge aus der Arbeit fließen allerdings nicht als Gewinne an Investoren oder Eigentümer, sondern zurück in die gemeinnützige Arbeit.
In den USA muss übrigens niemand erklären, warum er sich einer gemeinnützigen Arbeit widmet, also seinen Beitrag zur Wertschöpfung nicht zugunsten von Investoren erbringt, sondern im Sinne einer sozialen Wertschöpfung. Dort ist dies normal und hoch angesehen. Und natürlich gibt es einen Terminus dafür: „Social Entrepreneurship“,zu deutsch „Sozialunternehmertum“.
Mehr noch, dies wird sogar gelehrt – nicht nur an US-amerikanischen, sondern auch internationalen Hochschulen.

Der Deutsche Michel fremdelt historisch bedingt noch mit dieser Denkweise. Ja sogar das Wort vom „Systemversagen“ wird vorangetragen, wenn nicht der Staat eine selbstverständliche (aber nicht hoheitliche) Aufgabe wahrnimmt, sondern eine Non-Governmental Organization (NGO), etwa eine Stiftung.

Warum gibt es die Arzt-Auskunft?
Die Arzt-Auskunft wurde in den 1990er Jahren errichtet, weil damals Patienten in der Fläche nicht die Möglichkeit hatten, sich an neutraler Stelle zu erkundigen, welcher Arzt sich in spezifischen Diagnose-/Therapieschwerpunkten, zum Beispiel in Migränetherapie, fortgebildet hat.
Warum gibt es das Projekt Barrierefreie Praxis?
Das Projekt Barrierefreie Praxis wurde gemeinsam mit der Fördergemeinschaft initiiert, weil uns Patienten immer wieder in Briefen, E-Mails und Anrufen darauf aufmerksam machten, dass es flächendeckend keine Möglichkeit gab, sich an neutraler Stelle zu erkundigen, welcher Arzt spezielle Vorkehrungen der Barrierefreiheit in der Praxis bietet – denn Barrierefreiheit ist so viel mehr als nur ein karges Häkchen hinter „rolligerecht“.
Wo kann ich mehr über die Arbeit der Stiftung erfahren?
Persönliche Einblicke in die praktische Arbeit der Stiftung Gesundheit erhalten Sie in unserem Blog. Schauen Sie gern mal herein.
Einen kontinuierlichen Überblick geben wir außerdem in unserem Newsletter, dem Stiftungsbrief; seit nun schon weit mehr als zehn Jahren. Im Archiv des Stiftungsbriefs können Sie die gesamte Geschichte der Stiftung über die Jahre lückenlos verfolgen.
Zu wem gehört die Stiftung Gesundheit?
Die Stiftung Gesundheit gehört niemandem und gehört auch zu niemandem. Die Stiftungsaufsicht hat sie auf Antrag im Jahre 1996 als eigenständige Körperschaft errichtet.
Auch wenn wir (zu) niemandem gehören, arbeiten wir mit sehr vielen Institutionen zusammen, zum Beispiel mit Internetportalen und Verlagshäusern, privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen und deren Verbänden sowie Vereinen, Unternehmen, Landesbehörden und Bundeseinrichtungen.

Diese Vielzahl der Kooperationen hat Vor- und Nachteile für die Stiftung:

Die Nachteile:

  • Es erfordert schon durch die schiere Anzahl viel Arbeit und Zeiteinsatz.
  • Es gelingt nicht immer, allen Wünschen und Erwartungen, die Kooperationspartner an uns richten, gerecht zu werden.

Die Vorteile:

  • Es entsteht ein ständiger Strom von Impulsen und Ideen für Projekte mit sozialer Wertschöpfung.
  • Dadurch arbeiten wir mit sehr vielen, sehr unterschiedlichen und zum überwiegenden Teil sehr kompetenten und tatkräftigen Menschen zusammen.
  • Die Vielzahl der Kooperationen immunisiert uns gegen die Einflussnahme Einzelner: Aufgrund dieses vielgestaltigen und facettenreichen Spektrums der Kooperationen hat keine einzelne Person, kein Vertragspartner auch nur annähernd ein Drohpotenzial oder gar die Möglichkeit, Druck auszuüben, die Stiftung in eine Richtung zu drängen oder für Partikularinteressen einzuspannen.
Wer bestimmt, was die Stiftung tut?
Der Stifter, der Staat, die Satzung (PDF Datei, 40 KB), der Vorstand, die Mitarbeiter: Der bzw. die Stifter entwerfen eine Satzung, die die Aufgaben der jeweiligen Stiftung festschreibt. Der Staat, in der Regel das Innenministerium des jeweiligen Bundeslandes, prüft diesen Satzungsentwurf und stimmt sich zumeist mit den jeweiligen anderen Fachbehörden ab. Dann obliegt es dem jeweiligen Minister, auf Grundlage des Stiftungsgesetzes zu entscheiden, ob auf der Basis dieser Satzung und des gegebenen Stiftungskapitals die Stiftung errichtet wird. Dieser Akt trägt den historischen Namen „Stiftungsgeschäft“: Durch dieses Stiftungsgeschäft ist dann die Körperschaft, in unserem Falle die Stiftung Gesundheit, errichtet – und unterliegt zugleich der dauerhaften Aufsicht durch die Stiftungsaufsichtsbehörde.
Welche Aufgaben haben Vorstand und Kuratorium?
Auf der Basis der jeweiligen Satzung wird der Vorstand der Stiftung etabliert. Dieser ist die Exekutive, das ausführende Satzungsorgan. Ein Aufsichtsorgan beruft die Exekutive: Das der Stiftung Gesundheit heißt Kuratorium, seine Aufgaben entsprechen in etwa dem eines Aufsichtsrates bei einer Aktiengesellschaft. Das Kuratorium beruft und entlässt gegebenenfalls den Vorstand; der Vorstand ist dem Kuratorium rechenschaftspflichtig. Und darüber, siehe oben, wacht die Stiftungsaufsichtsbehörde, damit die stiftungstypische Nachhaltigkeit „auf ewig“ sichergestellt ist, unabhängig von einzelnen aktuellen Funktionsträgern.
Wer entscheidet eigentlich bei der Stiftung?
Im Tagesgeschäft entscheidet satzungsgemäß der Vorstand der Stiftung Gesundheit. Der aber tut gut daran, auf die Kenntnisse und Erfahrungen seines Teams zu hören.
Der Vorstand berichtet dem Kuratorium der Stiftung (dem „Aufsichtsrat“), das ihn für eine Amtszeit von drei Jahren beruft bzw. abberufen kann. Rechenschaft ablegen muss der Vorstand außerdem der Stiftungsaufsicht und natürlich dem Finanzamt.
Der derzeitige Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Gesundheit ist Dr. Peter Müller.
Wer entscheidet, wer Vorstand wird?
Das Kuratorium der Stiftung beruft den Vorstand bzw. die Vorstandsmitglieder der Stiftung Gesundheit, für jeweils eine Amtsperiode von drei Jahren.
Was sind die “Grundsätze guter Stiftungsarbeit”
Die Stiftung Gesundheit ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen. Dieser Bundesverband hat seinerseits die „Grundsätze guter Stiftungsarbeit“ entwickelt; darin wird, so wörtlich „ein klarer Orientierungsrahmen für effektives und uneigennütziges Stiftungshandeln“ gegeben. Es sind also die Anforderungen an die Klarheit der Leitung und Tätigkeiten beschrieben, die Anforderungen an Transparenz und Öffentlichkeit, so wie auch zum Beispiel als „good Governance“ die Maximen guter Unternehmensführung in anderen Bereichen festgeschrieben sind.

Diesen Grundsätzen haben wir uns auch offiziell per Gremienbeschluß verpflichtet. Denn, so der Vorstand, „diese Grundsätze legen – im besten Sinne – die Selbstverständlichkeiten ordentlicher Arbeit fest.“ Faktisch hat die Stiftung sich von Anbeginn an konsequent so verhalten, wie es diese Grundsätze formulieren.

Links:
Bundesverband Deutscher Stiftungen
Die Grundsätze guter Stiftungsarbeit im Volltext

Fragen zu Kooperationspartnern der Stiftung Gesundheit

Mit wem arbeitet die Stiftung zusammen?
Wir arbeiten mit jedem und mit jeder Institution zusammen, die daran interessiert ist, und immer dann, wenn wir gemeinsam konkrete Handlungsfelder etablieren können. Die Leistungen, die in ein Projekt hineinfließen, sollen im Ergebnis zu einer wirksamen sozialen Wertschöpfung führen. Und wir müssen in den grundsätzlichen Werten übereinstimmen.

Konkret arbeiten wir mit vielen, ja den meisten gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen zusammen, mit Forschungseinrichtungen und Universitäten sowie Landes- und Bundeseinrichtungen.

Wie kann ich mitwirken?
Das Tätigkeitsspektrum der Mitarbeiter bei Stiftung und Förderverein ist breit: Die bienenfleißige Crew der Adressredaktion beispielsweise recherchiert tagein tagaus unermüdlich für die Arzt-Auskunft und auch für das Projekt Barrierefreie Praxis. Dabei ist uns Ihr Hinweis auf den Umzug einer Arztpraxis immer willkommen – und es ist kein Misstrauen, dass die Adressredaktion alle Angaben von außen, ohne Ansehen der Person, verifiziert.

Als Beiratsmitglied:
Im Beirat, speziell zu den parallel laufenden Projekten zur Barrierefreiheit in der ambulanten Versorgung in Deutschland, sind viele gute Köpfe beisammen: etwa Vertreter der Selbsthilfe, der Wissenschaft, der Politik und auch von Industrieunternehmen. Sie alle haben auf vielfältige Weise mit der Barrierefreiheit zu tun.

Als ehrenamtlicher Unterstützer:
Derzeit prüfen wir gemeinsam mit dem Förderverein zudem, auf welche Weise wir weitere ehrenamtliche Kräfte in die Entwicklungsprojekte rund um die Barrierefreiheit integrieren können. Denn nur die Ärmel hochzukrempeln nützt ja noch nichts, man muss auch zupacken: es kommt darauf an – und das ist eine vielschichtige Aufgabe – Engagement und Tatkraft vieler zu einem Zusammenwirken zu führen.

Als Mitglieder der Fördergemeinschaft und Spender:
Natürlich sind Sie als Mitglied des Fördervereins herzlich willkommen und auch Ihre Spende hilft uns. Nur so können wir die Arbeiten und die soziale Wertschöpfung voranzutreiben.

Als Mitarbeiter:
Die Stiftung und auch der Förderverein suchen immer wieder Mitarbeiter, projektbezogen oder unbefristet. Die erforderlichen Fertigkeiten hängen natürlich vom jeweiligen Job ab. Wichtigste Grundlagen sind: gesunder Menschenverstand, Tatkraft und Entschlossenheit, Sinn für professionelles Arbeiten an konkreten Vorhaben, gern eine Portion Humor und ein Faible für „Social Entrepreneurship“.

Zu den Jobangeboten

Als Ideen-Geber:
Für Hinweise, Korrekturen, Tipps und Projektvorschläge haben wir jederzeit ein offenes Ohr.
Sie möchten über unsere Arbeit auf dem Laufenden gehalten werden? Gern nehmen wir Sie in unseren Verteiler für unseren Newsletter auf.

Fragen zur Finanzierung

Woher kommt das Geld der Stiftung?
Das ursprüngliche Stiftungskapital zum Zeitpunkt der Errichtung der Stiftung Gesundheit war gering, es lag unterhalb des damals als stiftungstypisches Minimum geltenden Betrags von 100.000 Mark. Erst durch eine Zustiftung in den 2000er Jahren bewegte sich das Stiftungskapital dorthin.
Die Erfüllung der Satzungszwecke der Stiftung erfolgte in den jungen Jahren, also in den 1990ern, auf der Basis von sehr viel ehrenamtlicher Tätigkeit, den Erträgnissen, den Zinsen aus dem Stiftungskapital und immer wieder auch Spenden. Im Laufe der 2000er Jahre erzielte die Stiftung außerdem ständig wachsende finanzielle Mittel aus der eigenen Arbeit.

Die Stiftung Gesundheit Fördergemeinschaft
Schon bald trat die Fördergemeinschaft der Stiftung unterstützend zur Seite. In dem Verein haben sich Förderer zusammengeschlossen, denn eine Stiftung bietet ja aufgrund der Rechtsform keine Mitgliedschaft. Eine Stiftung wird konstituiert durch das auf ewig von den Stiftern fortgegebene Stiftungskapital plus der Errichtung der Körperschaft durch die Stiftungsaufsicht. Ein Verein dagegen ist bestimmt durch die Gesamtheit seiner Mitglieder.
Die Fördergemeinschaft übernimmt Aufgabensegmente, die die Stiftung selbst nicht finanzieren könnte. Hierzu zählen nun schon jahrelange Entwicklungen in dem bedeutsamen Feld der barrierefreien medizinischen Versorgung in Deutschland. Daraus wiederum sind Aufgaben der Forschung und Entwicklung erwachsen, denen wir gemeinsam mit der Fördergemeinschaft und in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, etwa dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, nachkommen. Außerdem unterstützen der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und viele weitere Institutionen unsere Arbeit im Bereich der Barrierefreiheit.

Die Arzt-Auskunft
Die Nutzung der Arzt-Auskunft war und bleibt für jedermann zum persönlichen Gebrauch kostenlos und werbefrei. Die Satzung schreibt das keineswegs vor. Es ist uns aber wichtig, Verbrauchern diese Leistungen kostenlos bereitzustellen. Wir sind der Meinung, dass die Informationen der Arzt-Auskunft – die Angaben, wo ein Arzt mit einer speziellen Fortbildung oder Ausstattung zu finden ist – ohne Hindernisse zugänglich sein sollten: Das bedeutet auch ohne Kostenangst, ohne technische Hürden, ohne den Preis, persönliche Daten hergeben zu müssen – auf einer kostenfreien Telefonhotline und im Internet, werbefrei und ohne Registrierung.
Die Arzt-Auskunft verzeichnet alle Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in Deutschland. Diejenigen, die zusätzlich mit ganz speziellen Fortbildungen recherchierbar sein wollten, durften dies. Für die damit verbundenen Prüfungen und Gegenchecks wurde ihnen eine Umlage zugemutet. Diese war von vornherein so dimensioniert, dass der Betrag für einen Arzt leistbar war und nicht etwa ein Ausschlusskriterium sein könnte; rund fünf Mark waren’s damals.

Die Arzt-Auskunft auf Internetportalen
Ende der 1990er kamen die Internetportale und wollten die Funktionen der Arzt-Auskunft integrieren. Ganz früh war das damals noch junge Portal netdoktor.de. Dem folgten Dutzende großer und kleiner Portale, getragen von kleinen Startups und großen Investoren. Für diese Portale ist die Nutzung der Arzt-Auskunft ein Wirtschaftsgut. Darum zahlen sie dafür ein Lizenzentgelt, dessen Höhe sich insbesondere daran orientiert, wie viele der Inhalte und Funktionen sie nutzen und welche IT-technischen Klimmzüge erforderlich sind.

Gesetzliche und private Krankenversicherungen nutzen die Arzt-Auskunft Professionell
Ihnen folgten die ersten privaten Krankenversicherungen und bald auch eine schnell wachsende Zahl von gesetzlichen Krankenversicherungen. Sie bieten die Arzt-Auskunft als einen Service auf ihren Internetseiten an. Vor allem aber nutzen sie die Arzt-Auskunft Professional, die Strukturdatenbank aller medizinischen Leistungserbringer in Deutschland. Diese enthält viele Details, die medizinische Laien, wie es ja die meisten Nutzer der öffentlichen Arzt-Auskunft sind, überfordern würden. Darüber hinaus würde auch die Userführung zu komplex und schwierig, ja unmöglich.
Für die Profi-User in den Verwaltungen und Versicherten-Informationszentren von Krankenversicherungen können wir komplexere Inhalte und Funktionen darbieten. Dafür wird dann jeweils eine Umlage vereinbart, die sich an der Nutzungsintensität bemisst.
Mittlerweile nutzt die große Mehrzahl der privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen die Arzt-Auskunft in der einen oder anderen Weise, einige auch zugleich für die Website und das Versicherten-Informationszentrum. Wenn Sie also das nächste Mal bei Ihrer Krankenversicherung anrufen, um sich einen Facharzt-Termin vereinbaren zu lassen, denken Sie gern einmal kurz an uns; denn die Wahrscheinlichkeit ist überaus groß, dass Ihr Gesprächspartner bei der Versicherung dafür fix online in die Arzt-Auskunft Professional schaut.

Wofür verwendet die Stiftung Gesundheit Ihr Stiftungskapital?
Das Stiftungskapital darf niemals angetastet werden. Das ist die gesetzlich verankerte Grundfeste aller Stiftungen in Deutschland. Es konstituiert zusammen mit der staatlichen Genehmigung und staatlichen Kontrolle die Körperschaft der Rechtsform „Stiftung“.
Wie beantragt man Fördermittel bei Ihnen?
Die Stiftung Gesundheit ist satzungsgemäß keine Förderstiftung sondern eine operative Stiftung, wird also gemäß Satzung selbst tätig. Wir dürfen deshalb keine Mittel für Zwecke einsetzen, die nicht in der Satzung stehen und können keine eigenen Fördermittel vergeben.
Gern prüfen wir aber immer, ob und wie sich durch Kooperationen sinnvolle Dinge entwickeln lassen. Genau genommen hat sich das Team der Stiftung die meisten der Arbeitsfelder der Stiftung keineswegs selbst ausgedacht. Die Ideen, die schließlich zu Tätigkeitsfelder heranwuchsen, sind vielmehr Ergebnisse von Gesprächen mit vielerlei Menschen mit sehr unterschiedlichen Anliegen und Vorschlägen.
Wieso bieten Sie Leistungen auch gegen Entgelt an, wenn Sie doch gemeinnützig sind?
Es gibt Stiftungen, die allein aus den finanziellen Zuflüssen einer Muttergesellschaft ihre Mitarbeiter bezahlen. Das ist aber nicht zwingend Voraussetzung für gemeinnützige Arbeit. Beispielsweise eine gGmbH, eine gemeinnützige GmbH, die ein Krankenhaus betreibt, muss ihren Mitarbeitern, den Pflegekräften, den Ärzten, den technischen Dienstleistern, den Lieferanten am Monatsende ein Honorar zahlen. Und darum muss auch der Kostenträger für die erbrachte Leistung, etwa die Pflege, ein Entgelt berechnen.

Der Unterschied zwischen Gemeinnützigkeit und kommerzieller Tätigkeit liegt also nicht darin, ob Institutionen Leistungen kostenpflichtig oder kostenfrei anbieten, sondern wie sie die Erträge verwenden: Ein Unternehmer erwirtschaftet – wenn es gut läuft – einen Gewinn. Dafür muss er zuvor ins unternehmerische Risiko gehen, also investieren, um Erträge zu erzielen. Dafür erhält der Unternehmer (Inhaber, Gesellschafter, Aktionär) dann den Gewinn nach Steuern. Gemeinnützige Einrichtungen dürfen Erträge keinesfalls als Gewinne ausschütten, sondern müssen diese ausnahmslos wieder für satzungsgemäße Zwecke einsetzen. Das ist der zentrale Aspekt der Gemeinnützigkeit und aus gutem Grund schauen die zuständigen Finanzämter da genau hin.

Die Verantwortlichen einer gemeinnützigen Einrichtung müssen deshalb mindestens genau so verantwortungsbewusst mit dem Geld umgehen wie ein Unternehmer. Ja, sogar noch ein Stück sorgfältiger. Denn geht eine GmbH unwirtschaftlich mit den Ressourcen, dem Geld, der Mitarbeiterzeit um, geht dies nur zu Lasten der Gesellschafter der GmbH. Unwirtschaftliches Handeln einer gemeinnützigen Einrichtung dagegen mindert die soziale Wertschöpfung, zu der die Gemeinnützigkeit verpflichtet – geht also zu Lasten der Allgemeinheit.

Kann ich meine Spende von der Steuer abziehen?
Die Stiftung Gesundheit, und auch der Förderverein, sind vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Damit sind Spenden im Rahmen der Vorgaben der Steuergesetze steuerlich abzugsfähig. Eine entsprechende Spendenbestätigung fertigen wir natürlich aus. Beachten Sie bitte, dass wir dafür Name und Adresse des Spenders wissen müssen, zum Beispiel als Eintrag auf dem Überweisungsträger.

Fragen zum Hintergrund

Nach wem richtet sich die Arbeit der Stiftung Gesundheit?
Die Arbeit der Stiftung Gesundheit richtet sich nach niemandem – die Stiftung arbeitet vielmehr gänzlich unabhängig. Weder Regierungen noch Parteien, Industrie, Verbände oder weltanschauliche Gruppierungen haben einen Einfluss auf die Arbeit der Stiftung Gesundheit. Daran ändert auch die Lehrtätigkeit vom Vorsitzenden des Vorstands, Dr. Peter Müller, an der jüdischen US-Hochschule Touro College in Berlin nichts.
„Ich habe gehört, dass...“ - Welche Gerüchte kursieren über die Stiftung?
Gemeinnützig ist noch lange nicht geheimnisvoll. Und doch: Gerüchte gibt es viele, manche einfach weitergetragen, manchmal auch instrumentell eingesetzt. Da gab es vor einiger Zeit den Portalbetreiber, der sein nicht so erfolgreiches Internetportal uns, der Stiftung, verkaufen wollte. Wir kaufen aber keine Portale. Danach hagelte es Schmähungen in dem Portal, vermeintlich raffinierte Unterstellungen („die ‚angeblich‘ gemeinnützige Stiftung“) und dergleichen.

Gängigen Unfug, der schon manche Heiterkeit in unserem Team auslöste, hat der Vorstand mal in einem Blog zusammengestellt.

Dabei ist es so einfach: Fragen Sie uns, wir antworten gern. Vorzugsweise mit Zahlen, Daten, Fakten statt mit Tratsch und Mythen.

Sie erreichen uns telefonisch 040/ 80 90 87 – 0 oder per E-Mail an info@stiftung-gesundheit.de.

Wieso sind Stiftungen gemeinnützig?
Stiftungen sind keineswegs automatisch gemeinnützig, ebenso wenig wie Vereine oder GmbHs. Ein sehr großer Teil der Stiftungen in Deutschland ist nicht gemeinnützig und soll es nach dem jeweiligen Stifterwillen auch gar nicht sein. Dies gilt für alle Stiftungen, deren Satzungszwecke nicht der Allgemeinheit, gemäß den Anforderungen der Finanzbehörde, dienen.

Die Stiftung Gesundheit ist als gemeinnützig anerkannt, weil Satzungszwecke und Tätigkeit den Anforderungen an die Gemeinnützigkeit gemäß Steuergesetzgebung entsprechen.

Dies gilt grundsätzlich auch für andere Einrichtungen: Die jeweilige Rechtsform (Verein, eingetragener Verein e.V., Stiftung, Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH, Aktiengesellschaft AG) kann als gemeinnützig anerkannt werden, wenn deren Satzung und Tätigkeit den steuerlichen Anforderungen an Gemeinnützigkeit entsprechen. Das trifft zum Beispiel auf viele Träger von Krankenhäusern zu.

Wie kann jemand, der professionell arbeitet, gemeinnützig sein?
Wer dienstlich unprofessionell arbeitet, also unwirtschaftlich und uneffektiv, der handelt verantwortungslos. Wenn ein Geschäftsführer einer GmbH, der Vorstand einer AG unprofessionell handelt, schadet er damit den Gesellschaftern der GmbH, den Aktionären der AG. Und die werden sich spätestens bei der nächsten Hauptversammlung bedanken. Wenn ein Verantwortlicher einer gemeinnützigen Einrichtung, nicht nur der Vorstand, sondern jeder, der dort arbeitet, uneffektiv handelt, geht das voll und ganz zu Lasten der Allgemeinheit. Denn die soziale Wertschöpfung fällt unnötig gering aus. Dass solch ein Schaden auf ganz viele Menschen verteilt ist, statt nur auf wenige Investoren, macht ihn nicht weniger schlimm.

Professionalität und Gemeinnützigkeit sind deshalb keine Gegensätze. Denn Sozialromantik bewirkt noch keine soziale, also gemeinschaftliche Wertschöpfung. Nennen wir „Sozialromantik“ ein wenig anders, nämlich „Ethos“, „Werte“, „Verantwortungsbereitschaft“, dann zeigt sich, dass diese Regung der fundamentale Ausgangspunkt für Arbeit zugunsten der Gemeinschaft ist. Diese Arbeit braucht dann aber Effektivität, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Professionalität, um wirksam zu sein. Das betrifft gleichermaßen hauptamtliche wie ehrenamtliche Arbeit, denn auch mit der kostbaren Ressource der ehrenamtlichen Arbeit sollte niemand nachlässig umgehen.

Das ist eigentlich alles ganz einfach und eindimensional. Vielleicht verwirrt das aber grad manchen Zeitgenossen, der viel Boulevardlektüre konsumiert?

Über seine persönlichen Erfahrungen mit diesem Phänomen hat der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Gesundheit, Dr. Peter Müller, einen Blog-Beitrag verfasst.

Was macht die Stiftungsaufsicht?
Die Stiftungsaufsichtsbehörde des jeweiligen Bundeslandes wacht im Kern darüber, dass alle Stiftungen in dem Bundesland in Übereinstimmung mit dem Stiftungsgesetz und der jeweiligen Stiftungssatzung handeln. In Hamburg ist die Stiftungsaufsichtsbehörde Teil der Justizbehörde, also des Justizministeriums des Bundeslands Hamburg. Angesichts einiger hundert Stiftungen in der Hansestadt ist ein gutes Dutzend Volljuristen mit der Stiftungsaufsicht befasst. „Hinweise, Fragen und Antworten waren all die Jahre bislang immer schnell und klar und präzise“, hat der derzeitige Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Gesundheit, Dr.Peter Müller, dazu dem Kuratorium berichtet, „erstklassiges Verwaltungshandeln“.
Aber Stiftungen haben auch einen schlechten Ruf! Wie kommt das?
Sogenannte Stiftungen in Steueroasen haben in der Tat das Klima in Deutschland, den Namen der Rechtsform „Stiftung“ beschädigt. Nicht Fachkundige vermengen diese Dinge immer mal irrtümlich. Eine „Stiftung“ in Liechtenstein hat mit einer Stiftung auf der Grundlage des Stiftungsgesetzes hierzulande nichts außer diesen acht Buchstaben gemeinsam.
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