Die ersten Stiftungstage

Die Stiftung Gesundheit bei der Arbeit.

Bildnachweis: Stiftung Gesundheit

Das Herz schlägt etwas schneller als normal, die Gedanken rasen im Kopf umher und die Aufregung steigt mit jedem Schritt – jeder Mensch kennt das, besonders wenn ein neuer Lebensabschnitt mit einem neuen Job beginnt.

In den Tagen vor Arbeitsbeginn ergeben sich naturgemäß viele Fragen. Wie sind die Kollegen? Der Chef? Macht die Arbeit Spaß?

Alles bestens!

Seit knapp zwei Wochen bin ich nun der neue PR-Referent der Stiftung Gesundheit. „Eine Stiftung? Na dann hast du ja jetzt ein entspanntes Leben“, war der O-Ton aus meinem Bekanntenkreis. Doch wer denkt, dass hier die Beine hoch gelegt werden, der irrt gewaltig. Der Ansporn, etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun, lässt einem die Arbeit aber auch leichter von der Hand gehen. „Entspannt“ geht es jedoch im zwischenmenschlichen Bereich zu. In einem Büro, umringt von vielen netten Kollegen lässt es sich ja auch aushalten. Aber ablenken lässt man sich da natürlich trotzdem nicht!

In der Einarbeitungszeit lerne ich jeden Tag etwas Neues kennen. Nach den ersten Meetings und Texten bekomme ich außerdem auch mit, was ich besser lassen sollte: Nach Meeting-Ende den „Columbo“ – nach dem Motto „Eine Frage hätte ich da noch“ – machen, stört nur den weiteren Arbeitsprozess. Ins imaginäre Phrasenschwein wird bei einem Satz wie „Ich dachte, das war klar!“ gezahlt. Und unser „China-Saal“ ist nicht etwa fernöstlich eingerichtet, nein, er ist mittags eher Anlaufpunkt der hungrigen Arbeiter und des Öfteren kommt auch mal der Bote vom Chinarestaurant vorbei.

Dann gibt es natürlich Dinge, an die man sich schnell gewöhnt. Die angenehme Arbeitsatmosphäre, das gemeinsame Mittagessen, die vielen Aufgaben oder der immer frisch gebrühte Tee sind nette Annehmlichkeiten.

Aber es gibt auch hier eine scheinbar unüberwindbare Hürde – in meinem Fall die Abkürzungen. Ja, genau diese herrlich kurzen Wortfetzen, die einem das Leben eigentlich erleichtern sollen – tun sie ja auch. Nur als Neuling fühlt man sich leicht erschlagen. Da ich bisher noch nicht so viel Berufserfahrung im Gesundheitswesen gesammelt habe, treiben mir Abkürzungen wie: PKV, GKV, KVen, HWG, u.v.m., schon die ein oder andere Schweißperle auf die Stirn. Meine Kollegen beherrschen diese natürlich schon im Schlaf und so ergeben sich bisweilen nette Gespräche.

Aber auch diese Hürde fällt mit der Zeit.

In diesem Sinne…

MfG

SK

von Sebastian Kaltofen 22. November 2012