Das Young Lions Gesundheitsparlament geht in die zweite Runde – Ein Parlamentarier zieht Resümee

Bildnachweis: Young Lions Gesundheitsparlament

Bildnachweis: Young Lions Gesundheitsparlament

In den vergangenen 18 Monaten habe ich als Parlamentarier im Young Lions Gesundheitsparlament meinen persönlichen Horizont auf inhaltlicher, struktureller und zwischenmenschlicher Ebene erweitern können. Dabei stand primär die Ideensammlung, Planung, Entwicklung und Ausarbeitung frischer Ideen für die Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitswesens im Fokus. Seit März 2012 arbeiten wir, die etwa 80 Parlamentarierinnen und Parlamentarier des Young Lions Gesundheitsparlamentes, ehrenamtlich und unabhängig an den zentralen Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems.

Aktuell sind wir im Endspurt der ersten Legislaturperiode und finalisieren unsere Ergebnisse, die wir auf der abschließenden Parlamentssitzung im Februar 2014 vorstellen und im Plenum verabschieden werden. Rückblickend auf die vergangenen zwei Jahre schauen wir auf eine erfolgreiche und prägende Zeit vielversprechender Diskussionen und Beschlüsse zurück.

Am Tag nach der abschließenden Sitzung findet die konstituierende Sitzung zur zweiten Legislaturperiode statt.

Ein neuer Abschnitt erfordert dabei einen gewissen Wechsel der parlamentarischen Akteure. Bestehende Parlamentarier gehen aus beruflichen und privaten Gründen und neue folgen. Für die zweite Runde können sich Interessierte jetzt bewerben.

Die Strukturen des Young Lions Gesundheitsparlamentes sind angelehnt an die des Deutschen Bundestages. Die Arbeit erfolgt in fünf Ausschussgruppen. Durch meine Mitarbeit im Ausschuss Organisation habe ich mir viele Gedanken dazu gemacht, wie die Themen Versorgung, Finanzierung, strukturelle Eigenschaften und Anforderungen besser für eine moderne Zukunft des sozial geprägten Systems aufgestellt werden könnten.

Unsere bahnbrechenden Meilensteine in der Konzeption eines frei von bestehenden Strukturen existierenden Gesundheitssystems waren unter anderem Walt Disney, die Kasseler und Usedomer Beschlüsse und das Spital Dock.

Die Arbeit war nicht immer leicht und in kleinen sowohl den großen Runden, den Parlamentssitzungen, stießen wir zwischendurch auf Herausforderungen, die auch in der realen Gesundheitspolitik häufig Gründe dafür sind, warum manche Dinge nicht so schnell umzusetzen sind, wie erhofft oder gewünscht. Genau das und die Diskussion darüber brachte uns alle inhaltlich und auch im Verständnis der „wirklichen“ Politik erheblich weiter.

So funktioniert die Arbeit im Gesundheitsparlament

Ganz praktisch sieht die Arbeit im Young Lions Gesundheitsparlament so aus: Die Parlamentsarbeit findet hauptsächlich online und telefonisch statt. Dazu treffen sich die Arbeitsausschüsse, unterteilt nach den Themen Wettbewerb, Demografie, Organisation, Öffentlichkeit und Dringende Probleme, zwischendurch und das gesamte Parlament ein bis zweimal im Jahr zentral. Gerade von diesem persönlichen Austausch lebt das Parlament. Der Organisationsrahmen wird vom Initiator Janssen gestellt, alles Inhaltliche kommt nur von den Parlamentarierinnen und Parlamentariern.

Unsere Arbeit ist durch Respekt und Akzeptanz geprägt. Diese stellt dabei für uns die Basis für eine Zusammenarbeit dar, welche durch geografische, zeitliche, berufliche und studienabhängige Herausforderungen gezeichnet ist.

Was ich am Parlament an Wert schätze? Ganz klar: Die Gemeinschaft und der fachübergreifende Austausch! Viele neue berufliche und fachliche Kontakte konnten sich bilden und viele Freundschaften, die außerhalb der fachspezifischen Ausschussarbeit entstanden sind, werden gepflegt.

Erste Ergebnisse

Das Young Lions Gesundheitsparlament hat schon einiges geschafft: In unserem Zwischenbericht gibt es eine erste Übersicht der Ergebnisse. Darin beschreiben die fünf Ausschüsse ihre Herangehensweisen an die jeweiligen Probleme und mögliche Lösungen. Ideen gibt’s unter anderem zu akuten Themen wie Pflegenotstand, oder Gesundheitskommunikation.

Außerdem haben einige von uns bereits in der realen Politik Gehör gefunden und konnten unsere Ideen mehreren Bundestagsabgeordneten im direkten Gespräch vorstellen.

Die Mitglieder des Young Lions Gesundheitsparlaments Bildnachweis: Young Lions Gesundheitsparlament

Die Mitglieder des Young Lions Gesundheitsparlaments
Bildnachweis: Young Lions Gesundheitsparlament

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt bewerben für die nächste Runde des Young Lions Gesundheitsparlamentes

Wer jetzt die entsprechende Inspiration und Ambition besitzt, gemeinsam mit anderen Interessierten an der Zukunft des deutschen Gesundheitssystems zu arbeiten, kann sich jetzt wieder bewerben. Voraussetzungen: viel Herzblut, Engagement, Interesse an Gesundheitspolitik und eine neue Vision des Gesundheitssystems der Zukunft. Dabei ist festzuhalten, dass man nicht zwangsläufig aus dem gesundheitsnahen Bereich kommen muss. Neben Medizinern, Anwälten und Betriebswirten stellen auch Volkswirtschaftler und Kommunikationswirte sowie Apotheker und Pflegepersonal ehrenamtliche Abgeordnete dar.

Daher sind Erfahrungen im Gesundheitswesen ein Vorteil, aber keine Voraussetzung. Es geht darum, mit einer besonders bunten Mischung an Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglichst alle Anforderungen an das reale Gesundheitssystem abzubilden.

Ich würde mich freuen, wenn auch Du im Februar 2014 auf der Plenarsitzung in Düsseldorf als Abgeordneter des Young Lions Gesundheitsparlamentes an der Entwicklung unseres Gesundheitssystems mitwirken würdest.

von Markus Güra 19. Dezember 2013