Stiftungsbrief 3. Quartal 1999 2. Jahrgang



Stiftung warnt vor kommerziellen Anbietern


Die Stiftung Gesundheit warnt Patienten vor „kommerziellem Wildwuchs“ bei Arzt-Suchdiensten. „Es ist nicht nötig, sich laufende Abo-Gebühren oder Kosten für teure Hotlines aufzubürden“, betont Dr. Peter Müller, Sprecher der Stiftung Gesundheit. „Bei der Arzt-Auskunft kann sich jeder Patient kostenlos am Telefon Ärzte, Zahnärzte und Kliniken nennen lassen.“

Ein weiterer Vorteil der Arzt-Auskunft ist ihre Unabhängigkeit. Wenn dagegen ein Anbieter sich als gemeinnütziger Verein gibt, ist er noch lange nicht unabhängig. Bei einem, der jüngst die Republik mit Plakaten gepflastert hat, stehen Krankenversicherungen bzw. Rückversicherer dahinter - natürlich mit ihren ganz speziellen Interessen.

Ratsuchende bevorzugen daher unabhängige Dienste. Dies wird schon aus den Nutzerzahlen deutlich: So berichtete die Zeitung „Die Woche“, daß der oben genannte Abo-Dienst trotz seiner aufwendigen Anzeigen-Kampagne bis dato bundesweit gerade mal 200 Mitglieder gewinnen konnte - und das, obwohl in den Anzeigen so virtuos mit den Ängsten der Patienten gespielt wurde.

Zum Vergleich: die Arzt-Auskunft der gemeinnützigen Stiftung Gesundheit verzeichnet pro Jahr mehr als 100.000 Patientenkontakte auf der kostenlosen Hotline.



Zurück zum Inhaltsverzeichnis