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Praxistipp: Schach dem säumigen Patienten
Bei Zahlungsausfällen: Zwei Mittel gegen Zechprellerei beim Arzt
Die Fallzahl ist eher gering, doch in der Praxis bereiten sie immer wieder
Probleme: die säumigen Zahler unter den Patienten. Leistungen in Anspruch zu
nehmen und dann nicht zu zahlen, ist nicht nur unfair und ärgerlich, sondern
kann eine Praxis schädigen.Unter Ärzten überwiegt die Einschätzung, daß diese "Zechprellerei" zunimmt,
wohl auch weil den Patienten immer mehr Vor- und Eigenleistungen aufgebürdet
werden.
Zahlungsfähigkeit erklären lassen
Dr. med. S. hat mit folgenden Verfahren gute Erfahrungen gemacht: Schon auf
dem Anmeldebogen läßt er sich auch die Zahlungsfähigkeit erklären. „Dann kann
kein Patient nachher feixend darauf verweisen, den Offenbarungseid geleistet
zu haben.“ Läßt der Patient es dann wider besseres Wissen darauf ankommen,
wird er kurz darauf mit dem daraus resultierenden Betrugsvorwurf konfrontiert.
„Das hat bisher alle Problemfälle schnell gelöst.“
Verrechnungsstelle mit Versicherung
Keine Arbeit wegen säumiger Patienten hat Dr. W.: Seine Rechnungen tritt er
an eine Verrechnungs- und Inkassostelle ab. „So habe ich die Gesamtsumme drei
Wochen später auf dem Konto, keine Ausfälle und nichts mit der Beitreibung
zu tun.“ Unter drei Prozent des Rechnungsbetrags kostet es. Der Arzt muß nur
das Einverständnis des Patienten für die Beauftragung der Verrechnungsstelle
einholen, etwa gleich bei der Aufnahme.
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