Stiftungsbrief 4. Quartal 1998 1. Jahrgang



Praxistipp: Schach dem säumigen Patienten

Bei Zahlungsausfällen: Zwei Mittel gegen Zechprellerei beim Arzt

Die Fallzahl ist eher gering, doch in der Praxis bereiten sie immer wieder Probleme: die säumigen Zahler unter den Patienten. Leistungen in Anspruch zu nehmen und dann nicht zu zahlen, ist nicht nur unfair und ärgerlich, sondern kann eine Praxis schädigen.Unter Ärzten überwiegt die Einschätzung, daß diese "Zechprellerei" zunimmt, wohl auch weil den Patienten immer mehr Vor- und Eigenleistungen aufgebürdet werden.

Zahlungsfähigkeit erklären lassen

Dr. med. S. hat mit folgenden Verfahren gute Erfahrungen gemacht: Schon auf dem Anmeldebogen läßt er sich auch die Zahlungsfähigkeit erklären. „Dann kann kein Patient nachher feixend darauf verweisen, den Offenbarungseid geleistet zu haben.“ Läßt der Patient es dann wider besseres Wissen darauf ankommen, wird er kurz darauf mit dem daraus resultierenden Betrugsvorwurf konfrontiert. „Das hat bisher alle Problemfälle schnell gelöst.“

Verrechnungsstelle mit Versicherung

Keine Arbeit wegen säumiger Patienten hat Dr. W.: Seine Rechnungen tritt er an eine Verrechnungs- und Inkassostelle ab. „So habe ich die Gesamtsumme drei Wochen später auf dem Konto, keine Ausfälle und nichts mit der Beitreibung zu tun.“ Unter drei Prozent des Rechnungsbetrags kostet es. Der Arzt muß nur das Einverständnis des Patienten für die Beauftragung der Verrechnungsstelle einholen, etwa gleich bei der Aufnahme.



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