Stiftungsbrief 4. Quartal 1998 1. Jahrgang



Anbietersterben bei kommerziellen Suchdiensten
0190er-Hotlines vom Markt –
ASS weiterhin mit hohen Anruferzahlen



Die ersten kommerziellen Info-Hotlines sind schon wieder vom Markt verschwunden. Dabei handelt es sich um Angebote unter 0190er-Nummern, die den Anrufer bis zu 3,63 DM pro Minute kosten.

Bitter für die Ärzte ist nicht nur, daß bei 0190er-Servicenummern entscheidend weniger Patienten anfragen. Ein Anbieter forderte von den teilnehmenden Ärzten Beiträge von bis zu 1.500 Mark für ein Jahr – das jener Dienst aber nicht einmal ganz erlebte und so das Geld der Ärzte verspielte. Auch im Internet sind entsprechende kommerzielle Anbieter bereits wieder verschwunden.

„Daß kommerzielle Bezahl-Hotlines eingehen, ist nicht weiter erstaunlich. Schließlich bietet unser Arzt-Such-Service ASS denselben Service unter einer kostenlosen Rufnummer“, sagt Dr. Peter Müller, Sprecher der Stiftung Gesundheit.

Daß die Entscheidung den Patienten nicht schwerfällt, zeigt die intensive Nutzung der ASS-Hotline: Allein das Presseecho zur Bilanz von mehr als 100.000 Patientenkontakten im ersten Jahr löste einen erneuten Ansturm von Patienten aus. Inzwischen rollt bereits die nächste Anruferwelle, offenbar ausgelöst durch die Klinik-Liste des Magazins „Focus“: Dort ist der ASS nach wie vor als der einzige gemeinnützige Service aufgeführt.



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